Salzburg knackt 24-Millionen-Schallmauer bei Nächtigungen

Haslauer fordert vehement steuerliche Entlastungen für den Tourismus bei der Steuerreform

Salzburg (OTS) - "Während sich aus anderen Wirtschaftsbereichen
die negativen Schlagzeilen häufen, ist der Tourismus in den westlichen Bundesländern das Zugpferd unserer Wirtschaft. Wir haben heuer in Salzburg im gesamten Tourismusjahr mehr als eine Million zusätzliche Übernachtungen erzielt und die 24-Millionen-Schallmauer geknackt. Unsere Tourismusbetriebe sind bereit zu investieren und verlangen völlig zu Recht endlich Entlastungen bei der Steuerreform. Leider kann man sich als Vertreter eines westlichen Bundeslandes des Eindrucks nicht verwehren, dass man in Wien immer wieder auf den Tourismus vergisst. Das muss sich bei dieser Steuerreform ändern", forderte heute, Mittwoch, 19. November, Tourismusreferent LH-Stv.Dr. Wilfried Haslauer.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Bedeutung und Leistungsfähigkeit des Salzburger Tourismus. Im gesamten Tourismusjahr 2007/2008 gab es 24,310.843 Übernachtungen, das sind um 1,079.502 Millionen bzw. 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. "Besonders erfreulich ist auch das Ergebnis im Sommertourismus. Hier konnten wir die 10-Millionen-Nächtigungsgrenze überschreiten. Von Mai bis Oktober 2008 gab es 10,096.425 Übernachtungen. Das ist das beste Ergebnis seit 1995 und eine Steigerung von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr", freut sich Haslauer. Diese Fakten würden auch zeigen, dass Salzburgs Anstrengungen im Sommertourismus mittlerweile Früchte tragen und sich ganz klar in der Nächtigungsstatistik niederschlagen.

Der Tourismus ist in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg von enormer Bedeutung. Aufgrund der hohen Investitionsnotwendigkeiten im Tourismus ist die Eigenkapitalausstattung oft problematisch. Haslauer fordert daher ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung des Tourismus.

1. Im Konjunkturbelebungspaket ist scheinbar kein zusätzliches Geld für die ÖHT (Österreichische Hotel- und Tourismusbank) vorgesehen. Der Tourismus ist einer der Wirtschaftszweige, die aufgrund der guten Buchungslage noch investitionswillig ist, allerdings braucht es zusätzliches Geld, um in eine entsprechende Wirtschaftlichkeit zu gelangen. Die Forderung lautet daher, die ÖHT mit zusätzlichem Geld auszustatten.

2. Der Tourismus benötigt realistische Abschreibungsdauern: vor allem im Bereich der Abschreibung von Bädern, Wellness-Anlagen etc. werden Abschreibungsdauern vorgegeben, die an jeder Realität vorbeigehen.

3. Investitionsbegünstigungen sind unbedingt erforderlich, sei es in Form von Investitions-Rücklagen, vorzeitigen Abschreibungen, Investitionsprämien oder der Wiedereinführung des Investitionsfreibetrages.

4. Für die Mitarbeiter muss bei der Besteuerung der Grundsatz "Mehr netto weniger brutto" gelten.

5. Die Zuteilungen für Saisoniers müssen hinkünftig viel früher vorliegen: Es ist einfach nicht nachzuvollziehen, weshalb die Genehmigungen für die Wintersaison immer erst im letzten Abdruck -oftmals auch zu spät - vorliegen.

6. Für die Mitarbeiter in den Bereichen Küche, Service und Housekeeping ist eine saisonale Öffnung des Arbeitsmarktes erforderlich, ohne Mitarbeiter aus den neuen Mitgliedstaaten, aber auch aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens sind die personellen Anforderungen aus diesen Bereichen nicht zu bedecken.

"Vor allem in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten ist es ein Gebot der Stunde, gezielt jene Branchen zu stärken, die jetzt bereit sind zu investieren - und der Tourismus ist bereit zu investieren. Es ist aus Sicht der westlichen Bundesländer inakzeptabel, wenn dieser Bereich nicht berücksichtigt wird", schloss Haslauer.

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