Wehsely: 18.000 Menschen suchten Rat bei Essstörungshotline

Wiener Essstörungshotline feierte 10. Geburtstag

Wien (OTS) - Als erste europäische Stadt startete Wien 1998 im Rahmen des Wiener Programms für Frauengesundheit eine umfassende Initiative zur Prävention von Essstörungen. Im Zuge der "Wiener Initiative gegen Essstörungen" wurde die erste kostenlose Hotline für Mädchen und Frauen mit Essstörungen eingerichtet. Unter 0800 20 11 20 ist die Hotline seit damals die erste direkte Anlaufstelle für alle Betroffenen und deren Angehörige und hat sich als wichtiges gesundheitspolitisches Instrument in der Früherkennung bewährt. "Die MitarbeiterInnen der Wiener Essstörungshotline haben in den vergangenen zehn Jahren wertvolle Arbeit geleistet. Haben doch 18.000 Menschen unter dieser kostenlosen Hotline Rat gesucht, wenn es um Essstörungen wie Anorexie, Bulimie und andere gegangen ist", unterstrich Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely im Rahmen der 10-Jahres-Feier der Hotline Dienstag Abend im Theater des Augenblicks im 18. Bezirk. Gefeiert wurde mit der Vorpremiere des Theaterstücks "Kohldampf - Hunger im Schlaraffenland" und mit einem fulminanten Auftritt der Rounder Girls.****

Unter den 18.000 Menschen, die die Essstörungshotline gewählt und Rat gesucht haben, waren Mädchen und Frauen mit rund 90 Prozent bei weitem in der Mehrheit. "Damit ist die Essstörungshotline in den vergangenen zehn Jahren zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle für Mädchen und Frauen in Wien geworden", betonte Wehsely. Die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer Puchinger schilderte die häufigsten Anliegen der Ratsuchenden: "Der Wunsch nach Aussprache, die Suche nach Psychotherapieplätzen und die Hilfe in einer aktuellen Krise sowie der Umgang mit Betroffenen stehen bei den AnruferInnen an oberster Stelle". Seit 2003 wird auch E-Mail-Beratung unter hilfe@essstoerungshotline.at angeboten. Unter www.essstoerungshotline.at gibt es ausführliche Information zu den Krankheitsbildern, Beratungsstellen, Weiterbildungen, Literatur sowie immer aktuelle Informationen. Das Team der Essstörungshotline, bestehend aus Psychologinnen, Psychotherapeutinnen und Lebens- und Sozialberaterinnen, hat 10.000 Beratungsstunden durchgeführt, die durchschnittliche Beratungszeit dauert 17 Minuten, was für eine Hotline einen sehr hohen Durchschnitt darstellt.

Die Hotline für Essstörungen wird von einem erfahrenen Team von Psychologinnen, Psychotherapeutinnen und Lebens- und Sozialberaterinnen betreut. Der 10-Jahresbericht der "Hotline für Essstörungen" ist über das Wiener Programm für Frauengesundheit, hilfe@essstoerungshotline.at oder 0800 20 11 20 zu beziehen.

Warum Essstörungs-Prävention?

Bezogen auf die österreichische Gesamtbevölkerung leiden von allen 15- bis 20-Jährigen mindestens 2.500 an Magersucht und über 5.000 an einer subklinischen Essstörung, d.h. einer leichteren Verlaufsform. Unter 20- bis 30-jährigen Frauen findet man mindestens 6.500 Frauen mit Bulimie. Insgesamt geht man von über 200.000 Österreicherinnen aus, die zumindest einmal in ihrem Leben an einer Essstörung erkranken. Allein in Wien haben derzeit mehr als 2.000 Mädchen und rund 100 Burschen ein akutes Risiko, an Magersucht oder Bulimie zu erkranken.

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Mag.a Michaela Langer
Projektleitung Essstörungen
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Guglgasse 7-9, A-1030 Wien
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michaela.langer@fsw.at
www.essstoerungshotline.at
www.s-o-ess.at
www.frauengesundheit-wien.at

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