Mailath-Pokorny: In der Vielfalt liegt die Stärke!

Wiens Kulturstadtrat diskutierte über seine Visionen für Wien

Wien (SPW) - "In der Vielfalt liegt die Stärke einer Weltstadt", brachte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny das Motto der Wiener Kulturpolitik auf den Punkt. In einer Podiumsdiskussion im gut gefüllten Wiener SPÖ-Bildungszentrum sprach er am Dienstagabend mit dem Kultursprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Ernst Woller über aktuelle Entwicklungen und kulturpolitische Schwerpunkte der Zukunft. Die Veranstaltung bildete den Abschluss des Kunst- und Kulturschwerpunktes der Wiener SPÖ-Bildung, die im letzten halben Jahr eine Vielzahl an Exkursionen dazu organisiert hatte - mit großem Erfolg, wie Woller betonte. Mailath zeigte sich darüber keineswegs verwundert: "Kultur ist kein Elitephänomen mehr, sondern ein wirkliches Massenphänomen. Wir haben in Wien etwa 30.000 Plätze in Theatern, Open, Konzerthäusern etc. zur Verfügung, die Abend für Abend gut gefüllt sind. Wie oft schafft das schon ein Fußball-Derby?"****

Der Kulturstadtrat hob vor allem zwei Dinge hervor, die Kulturpolitik sicherstellen müsse: "Das ist zum einen ein Klima der Offenheit, des offenen Zugangs zu Neuem und Anderen - auch wenn es vielleicht nicht dem Geschmack des jeweiligen Politikers entspricht. Und zum anderen die öffentliche Finanzierung." Er sei ein großer Vertreter der öffentlichen Finanzierung, erklärte Mailath, denn das Beispiel Amerika zeige ja, dass die private Finanzierung stark konjunkturabhängig sei. "In Wien ist das Kulturbudget in den letzten drei Jahren um ein Drittel erhöht worden. Und ich finde das zeigt sich auch in der Vielfalt, in der Buntheit und in der guten Lebensqualität der Stadt, die uns zahlreiche internationale Studien immer wieder attestieren. Die Identifikation der Menschen mit der Kultur ist in Wien sehr stark", betonte Mailath.

Kunst braucht Spielraum In Bezug auf die Offenheit im Umgang mit Kunst und Kultur, unterstrich Mailath, dass dies keineswegs selbstverständlich sei. "In Wien hat dieser offene Zugang Tradition, aber das ist nicht überall in Österreich der Fall, wie zahlreiche Beispiele der letzten Wochen belegen", spielte Mailath auf die Vorgänge rund um den abgesagten Auftritt der Kabarettisten Stermann und Grissemann in Kärnten an. "Wir müssen Dinge zu lassen, wir müssen uns auch irren können! Diesen Spielraum muss man in der Kunst einfach haben!" Auch Woller betonte, dass viele KünstlerInnen - auch aus dem Ausland - nach Wien kommen, "einfach weil sie hier mehr Möglichkeiten haben und besser gefördert werden. Auch die Qualität der Ausbildung in Wien ist top!"

Visionen für die Zukunft Als wichtiges Vorhaben für die Zukunft nannte Mailath etwa die Belebung der Bezirks- und Stadtteilkultur, was zum Beispiel bei SoHo in Ottakring bereits sehr gut gelungen sei. Weiters wolle er die Förderinstrumente noch spezifischer an die Bedürfnisse der Kunstschaffenden anpassen und Projekte wie "Cash for culture", bei dem Jugendliche schnell und unbürokratisch Fördergeld erhalten, ausbauen. Eine große Herausforderung für die Zukunft sei es auch, den Zugang zu Kultur für sozial Schwächere zu verbessern. Zwar gibt es schon heute den Kulturpass und zahlreiche Veranstaltungen mit freiem Eintritt: "Trotzdem sollten wir uns weiter mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass Kunst und Kultur jedem und jeder in dieser Stadt zugänglich sind - vor allem auch Kindern", bekräftigte der Kulturstadtrat und wandet sich abschließend ans Publikum: "Ich möchte euch alle einladen, in Wien etwas Neues zu entdecken. Denn da gibt es wirklich so viel!" (Schluss) lk

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