Finanzkrise: Rekordverluste für zigtausend Pensionskassenpensionisten

Schutzverband der Pensionskassenberechtigten fordert die Verantwortlichkeit des Staates ein

Wien (OTS) - Es ist fünf vor Zwölf! Wenn nichts geschieht, drohen für zigtausend Pensionskassenpensionsbezieher mit Jahresbeginn 2009 Kürzungen ihrer Pensionen um mehr als 20 % und ebenso radikale Beschneidungen der erwarteten Pensionen für hunderttausende Aktive!

Der Staat hat Pensionskassen gesetzlich geregelt und unter Bedingungen zugelassen, die zur gegenwärtigen Krise geführt haben. Er hat durch nachträgliche Gesetzesänderungen jede Sicherheit für die Pensionskassenberechtigten beseitigt. Aus dieser Verantwortung kann der Staat nun nicht entlassen werden. Die Rettung der 2. Säule der Altersvorsorge, der Pension über Pensionskassen, für eine halbe Million Österreicher, kann wohl nicht minder wichtig sein als das Paket zur Stützung der Banken.

Die Höhe der Pensionskassenpensionen ergibt sich aus der Entwicklung des Kapitals der Berechtigten in den Pensionskassen. 2008 zeichnen sich statt der erforderlichen Erträge von rund 7,5 % massive Veranlagungsverluste von bis zu 20 % ab. Kapitalverluste und somit Pensionskürzungen um bis zu einem Viertel werden dadurch unabwendbar. Im Durchschnitt aller Pensionskassen ist dies die bisher höchste und bereits die siebente Zielverfehlung innerhalb von neun Jahren. Die daraus folgenden Pensionskürzungen sind auch in Zukunft nie mehr aufholbar!

Der PE|KA|BE - Schutzverband der Pensionskassenberechtigten fordert daher, wie es der Seniorenrat bereits getan hat, als erste dringliche Rettungsmaßnahme angelehnt an das Bankenhilfsprogramm und die allgemeine Einlagensicherung eine staatliche Garantie des Kapitals der Pensionskassenpensionsberechtigten zum 31. 12. 2007. Darüber hinaus liegen bereits weitere kurzfristig realisierbare Vorschläge diverser Interessensverbände und Pensionskassen vor, um die bevorstehenden Verluste für die Betroffenen einigermaßen einzugrenzen und dem Versagen des Pensionskassensystems gegenzusteuern. Die Politik kann keine Kindesweglegung betreiben. Die Rettung der 2. Säule und damit der Altersvorsorge für eine halbe Million Menschen muss auch diesmal wieder auf die Agenda der Regierung.

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Günter Braun
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