Jugendparlament tagt am Freitag im Hohen Haus SchülerInnen aus Vorarlberg diskutieren über Kinderarmut

Wien (PK) - Jugendliche dürfen in Österreich nicht nur mit 16 wählen, zweimal im Jahr haben sie auch Gelegenheit, einmal selbst PolitikerIn zu sein. Nämlich dann, wenn es für sie wieder heißt: "Rein ins Parlament". Nationalratspräsidentin Barbara Prammer lädt am Freitag, den 21. November heuer bereits zum zweiten Mal zu einem Jugendparlament ins Hohe Haus.

Dieses Mal werden rund 90 Schülerinnen und Schüler aus Vorarlberg auf Basis der UN-Kinderrechtskonvention über das Thema Kinder- und Jugendarmut diskutieren. Die SchülerInnen sind aufgerufen, in fiktiven Klubs Positionen zu einem Gesetzesvorschlag zu erarbeiten und dafür in Ausschüssen bzw. im Plenum Mehrheiten zu suchen. Damit haben sie selbst einmal Gelegenheit zu erleben, was es heißt PolitikerIn zu sein, und wie mühsam, aber auch spannend es sein kann, für den eigenen Standpunkt zu werben und Kompromisse zu finden. Zur Unterstützung stehen den Jugendlichen den ganzen Tag über Abgeordnete sowie MitarbeiterInnen des Parlaments zur Seite.

Erwartet werden je eine Schulklasse des Bundesgymnasiums Dornbirn, der HTL Rankweil und der HAK Bregenz. Sie wurden aus insgesamt 13 eingelangten Bewerbungen ausgewählt. Ausschlaggebend dafür war die kreative Antwort der Klassen auf die Frage: "Was bedeutet Demokratie für dich und deine KlassenkollegInnen?" Alle drei Schulklassen haben dazu einen filmischen Beitrag gestaltet. Auswahlkriterien waren aber auch die Berücksichtigung verschiedener Schularten, eine möglichst breite regionale Streuung sowie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mädchen und Burschen.

Ziel des Jugendparlaments ist es, bei den Jugendlichen Interesse für demokratische Entscheidungsprozesse zu wecken und ein vertieftes Verständnis für parlamentarische Abläufe zu vermitteln. Der Gesetzgebungsprozess soll in seinen Kernpunkten verstanden und nachvollzogen, nicht nur simuliert werden. Im Hinblick auf die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 sind abwechselnd Schulklassen der 9. und der 10. Schulstufe eingeladen.

Das Jugendparlament am Freitag ist bereits das zweite im heurigen Jahr. Im Mai haben Schülerinnen und Schüler aus Tirol über das Thema Jugendstrafrecht diskutiert (siehe PK Nr. 443). Die Schulen in den Bundesländern werden gezielt angesprochen - zum Zug kommt jeweils jenes Bundesland, das gerade den Vorsitz im Bundesrat inne hat.

Bundesratspräsident Jürgen Weiss wird die Schülerinnen und Schüler aus Vorarlberg bereits Donnerstag Nachmittag im Parlament begrüßen und für Fragen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig können die Jugendlichen bei einer Führung durch das Hohe Haus erste Parlamentsluft schnuppern und sich mit ihrem Arbeitsumfeld vertraut machen. Die Plenardebatte am Freitag (ab 15 Uhr) wird live im Internet übertragen. (Schluss)

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