Festakt 15 Jahre Jüdisches Museum Wien im Palais Eskeles

Wien (OTS) - "Das Jüdische Museum Wien ist ein wesentlicher Bestandteil der Renaissance jüdischer Kultur in Wien. Und ohne jüdische Kultur, ohne die jüdische Gemeinde ist Wien undenkbar", sagte Gemeinderätin Sonja Kato in ihrer Grußbotschaft an die zahlreichen Ehrengäste, die zum Festakt anlässlich des 15. Jahrestags der Eröffnung des Museums ins Palais Eskeles gekommen waren. Der Abend stand auch im Zeichen des Gedenkens an den vor wenigen Wochen verstorbenen Altbürgermeister Helmut Zilk, auf dessen Initiative das Museum wieder entstanden ist. Museumsdirektor Karl Albrecht-Weinberger betonte die Verdienste Zilks um das Haus und dankte allen Persönlichkeiten, die sich um das Museum verdient gemacht haben. "Ohne ihr Engagement hätten wir nie jene 150 Ausstellungen präsentieren können, die ein Publikum von mehr als 1,2 Millionen gefunden haben", so Weinberger. Ariel Muzicant, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, deren Sammlungen einen wesentlichen Bestandteil des Museums ausmachen, gratulierte der Museumsmannschaft zu ihrer Arbeit, betonte aber, dass man sich nicht auf den Loorbeeren ausruhen dürfe, sondern das Museum weiterentwickeln müsse. Das Jüdische Museum sei nicht nur das erste der mittlerweile vier Museen im Konzern der Wien Holding gewesen, es werde aufgrund der Geschichte Wiens und dem Leid, das der jüdischen Bevölkerung der Stadt angetan wurde, immer eine Sonderstellung in der Museumslandschaft einnehmen, betonte Wien Holding-Direktor Peter Hanke.

Theodor Herzls Fahrrad als Dauerleihgabe im Jüdischen Museum

Ein Höhepunkt des Abends war die Übergabe jenes Fahrrads, das Theodor Herzl, der Begründer des modernen Zionismus, während seiner Sommerfrische in Altaussee benützte. Das Fahrrad wurde von Hans Grieshofer, dem Bürgermeister der Gemeinde Altaussee, feierlich dem Museum als Dauerleihgabe überantwortet. Das Fahrrad war bisher im Literaturmuseum von Altaussee ausgestellt. Im Rahmen einer Spezialführung am Freitag, 21.11. um 17.30 Uhr, können die Besucherinnen und Besucher mehr über die Geschichte des Fahrrads und über Theodor Herzl erfahren.

Umfangreiches Veranstaltungsprogramm für Wienerinnen und Wiener

Das Festprogramm zur 15-Jahr-Feier von 19.11. bis 23.11. bietet einen willkommenen Anlass, das Museum und seine vielfältigen Aktivitäten näher kennenzulernen. Besondere Höhepunkte bilden neben dem Tag der offenen Tür eine Lesung mit Michael Heltau, kostenfreie Sonderführungen für Groß und Klein sowie die Präsentation sonst nicht öffentlich zugänglicher Objekte. Sie stammen teilweise noch aus den Sammlungen des weltweit ersten Jüdischen Museums in Wien, das 1938 gewaltsam geschlossen wurde. Am Sonntag, 23.11., lädt das Museum von 10 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür, der Eintritt ist an diesem Tag frei. Das zu den Kulturbetrieben der Wien Holding zählende Jüdische Museum (1010 Wien, Dorotheergasse 11) ist von Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6,50 Euro/4,- Euro ermäßigt. Schulklassen haben freien Eintritt, Führungen und pädagogische Programme: Tel.: +43-1-535 04 31-311, 312 bzw. kids.school@jmw.at. Das Museum Judenplatz (1010 Wien, Judenplatz 8), die Außenstelle des Jüdischen Museums ist von Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4,- Euro/2,50 Euro ermäßigt. Programmdetails unter www.jmw.at.

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