Vilimsky für gesetzliche Begrenzung von Managergehältern in Unternehmen mit öffentlichem Anteil!

Eingliederung in Bundesbezügepyramide unumgänglich - an der Spitze Präsident und Kanzler

Wien (OTS) - Es ist nicht einmal im Ansatz einzusehen und akzeptabel, dass Manager in Unternehmen, die in öffentlichem Eigentum stehen oder an denen der Staat Anteile hält, das zehnfache und mehr kassieren, als die Bezüge für Bundespräsident und Bundeskanzler der Republik Österreich vorsehen. Dies stellte heute FPÖ-Generalsekretär NRAbg. Harald Vilimsky fest. ****

Ob dies nun ÖBB, AUA, ÖIAG oder die Post betrifft, die Spitzenmanager kassieren ein Vielfaches der Regierungsspitze. Gerade vor aktuellem Hintergrund ist ein Abkassieren in Phantasiehöhe nicht mehr akzeptabel. Im ÖBB-Holdingvorstand etwa wird mit rund einer halben Million Euro rund das Doppelte bezahlt von dem, was der Regierungschef erhält. Auch in der AUA verdiene ein Herr Ötsch mit rund einer dreiviertel Million Euro im Jahr mehr als das Doppelte von Präsident oder Kanzler. Das ist eine Provokation für den Steuerzahler, die umgehend abzustellen ist, fordert Vilimsky.

Aber auch im Bankenbereich, wo sich die Herren Direktoren mit beiden Händen jetzt aus dem Hilfstopf der Steuerzahler bedienen, solle diese Regelung gelten. Es könne nicht mehr angehen, daß etwa ein Herr Treichl, der als erster in diesen Topf gegriffen habe, inklusive Sonderleistungen vor kurzem noch sieben Millionen Euro kassiert habe. Das sei immerhin das knapp 25-fache des Kanzlergehaltes. Dazu komme noch, dass die drei Söhne Treichls mit dem Erste-Chauffeur zur Schule und diversen Freizeitaktivitäten geführt und auch wieder abgeholt wurden. Das alles schlägt dem Fass den Boden aus, bedenkt man, dass Herr Treichl nun 2,7 Milliarden Hilfe der Republik in Anspruch genommen habe, ärgert sich Vilimsky.

In der Bundesrepublik wurden die Managergehälter, deren Unternehmen öffentliche Hilfe in Anspruch nehmen, zumindest mit 500.000 Euro gedeckelt. Dies wäre für den österreichischen Otto Normalverbraucher oder etwa den kleinen Schalterbeamten der Ersten, der nicht einmal ein Zwanzigstel davon verdiene, ohnehin schon eine Provokation der Sonderklasse. Österreich solle hier mit gutem Beispiel vorangehen und die Manager-Gehälter, die ganz oder teilweise aus Steuergelder finanziert werden, in die Bundesbezügepyramide eingliedern, an deren Spitze Präsident und Kanzler stehen. Jeder Euro mehr sei angesichts des Desasters, das die Herren Manager zum Gutteil aus Eigenschuld zu verantworten hätten, nicht mehr zu verantworten, so Vilimsky. (Schluss)

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