Neues Volksblatt: "Höchste Zeit" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 18. November 2008

Linz (OTS) - Schon aus einem einzigen Grund sollten die Koalitionsverhandlungen zu einem raschen Abschluss gebracht werden -damit nämlich Schluss ist mit den Spekulationen, was denn nun eigentlich in den Untergruppen ausgeschnapst wurde. SPÖ-Koordinatorin Doris Bures freute sich vor ein paar Tagen, dass die Verhandlungen "ohne öffentliche Störfeuer" ablaufen. Mit Verlaub: Der Wunsch nach Information ist wohl kein Störfeuer, sondern legitime Selbstverständlichkeit.
Vor allem möchte man wissen, was eine zukünftige Regierung - sprich aller Wahrscheinlichkeit nach eine rot-schwarze Koalition -angesichts der Gewitterwolken am Wirtschaftshimmel zu tun gedenkt. Rasch und richtig handeln ist nicht nur im Interesse des Landes, sondern kann auch den Regierungsparteien einiges von jener Reputation zurückbringen, die sie in den letzten Jahren mit ihrem politischen Gezänk leichtfertig verspielt haben.
Wer jenen, die in nächster Zeit in den wirtschaftlichen Abwärtsstrudel zu geraten drohen, keine berechtigte Hoffnung auf Besserung geben kann, spielt den Populisten in die Hände. Es ist wirklich höchste Zeit für eine neue Regierung.

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