Plassnik: "Reformweg Serbiens konsequent weitergehen"

Außenministerin trifft serbischen Vize-Premierminister Djelic

Wien (OTS) - Wien, 18. November 2008 - "Für Österreich ist klar:
Serbien ist Teil unserer europäischen Familie. Es hat eine unbestreitbare EU-Perspektive. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht und werden nicht nachlassen, Serbien auf seinem Integrationsweg nachhaltig und auf vielfältige Weise zu unterstützen. Wir waren und bleiben ein Anwalt der Interessen Serbiens in der EU", erklärte Außenministerin Ursula Plassnik nach ihrem Treffen mit dem serbischen Vize-Premierminister Bozidar Djelic.

"Serbien hat das Potential, bei der europäischen Annäherung rasch voranzuschreiten. Es hat in letzter Zeit beachtliche Fortschritte auf seinem europäischen Reformweg erzielt. Diesen muss es konsequent und unbeirrt weitergehen. Der letzte Fortschrittsbericht der Europäischen Kommission hat Serbien den Kandidatenstatus für das Jahr 2009 in Aussicht gestellt, wenn die notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Dies sollte Ansporn sein, den Turbo zu zünden und diese ermutigenden Aussichten mit Entschlossenheit wahr zu machen", so die Außenministerin.

Österreich werde sich in der EU weiterhin für die sofortige Inkraftsetzung des Interimsabkommens zwischen der EU und Serbien, das die Handelsbeziehungen erleichtern soll, einsetzen: "Diese Ermunterung hat sich Serbien nach der Auslieferung von Karadzic verdient. Es arbeitet hart an der vollen Kooperation mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Ich bin überzeugt, dass es dieses Kapitel konsequent zu Ende bringen und damit die letzte Hürde zum in Kraft setzen auch des Assoziationsvertrages mit der EU aus dem Weg räumen wird", so Plassnik weiter.

"Ein besonderes Anliegen sind mir die Stärkung der Kontakte zwischen den Menschen unserer beiden Länder. Deshalb habe ich mich nachdrücklich für eine Wegskizze in Richtung Visaliberalisierung eingesetzt, die nun Schritt für Schritt durch Erreichung höherer Sicherheitsstandards umgesetzt wird", fuhr die Außenministerin mit Hinweis auf die neuen biometrischen Reisepässe Serbiens fort, die heute von Vize-Premierminister Djelic in Wien vorgestellt wurden.

"Serbien und Österreich verbindet ein enges und vielfältiges Netz von Beziehungen - politisch, wirtschaftlich, kulturell und vor allem menschlich. Das macht uns zu Freunden und Nachbarn - auch ohne gemeinsame Grenze", schloss Plassnik, die auf die von ihr initiierten Mobilitätsprogramme zugunsten der serbischen Jugend verwies. Darüber hinaus werde ein weiterer Schwerpunkt auf die Förderung des kulturellen Austausches gelegt. So wurde vor kurzem auch die Ausarbeitung eines Kulturabkommens zwischen Österreich und Serbien vereinbart.

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