Unterreiner: Städtebauliches Erbe von willkürlicher "Modernisierung" verschonen!

FPÖ fordert sofortiges Ende der Demontage historisch wertvoller Innenstadt-Beleuchtung

Wien (OTS) - "Vor knapp zwei Jahrzehnten legte der renommierte Denkmalschützer Dr. Kupf ein auch vom verstorbenen Altbürgermeister Helmut Zilk goutiertes Ringstraßen-Konzept vor", berichtet FPÖ-Kultursprecherin Heidemarie Unterreiner. "Dieses, allen Anforderungen des Denkmalschutzes wie den Ansprüchen der stadtbaulichen Harmonie gerecht werdendes Konzept wurde schließlich verworfen."

Damit war der Irrweg frei für die modernistischen Ambitionen von Stadtplanern ohne Traditionsbewusstsein, bedauert die freiheitliche Kultursprecherin. "Es kam zum Beispiel zur Entfernung der historischen Kandelaver auf dem Schwarzenbergplatz, die durch stillose Betonpfeiler ersetzt wurden. Ein geschlossenes, einheitliches, historisches Ensemble wurde dadurch zerstört."

Unterreiner weiter: "Das Charakteristische im öffentlichen Raum in Wien wird sukzessive und buchstäblich demontiert. Das typische Wien wird somit austauschbar mit anderen Metropolen. Während Paris, Venedig, Triest oder Prag erfolgreich darum bemüht sind, kulturhistorisch wie ästhetisch wertvolles stadtbauliches Erbe zu bewahren, wird bei uns Stück für Stück abgebaut und vernichtet, was das >alte Wien< ausmacht.

"Die Stadt", kritisiert Unterreiner, "wird geschichts- und gesichtslos. Dass die Wiener diesem architektonischen Raubbau sehr kritisch gegenüber stehen, kann die Verantwortlichen offenbar nicht aufhalten. Ob dem Anspruch zur Aufrechterhaltung der Wiener Innenstadt als UNESCO-Weltkulturerbe auf diese Weise gerecht zu werden ist, darf bezweifelt werden. Oberstes Gebot der FPÖ bleibt unverändert, Identität zu bewahren anstatt ihre Symbole zeitgeistbeflissen und mutwillig niederzureißen", so die freiheitliche Kultursprecherin abschließend.

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