Anhebung der Filmförderung in Krisenzeiten?

Initiative Film TV fordert Erhöhung der Filmförderung, wie sie zuletzt von der Koalition auch angepeilt wurde

Wien (PWK875) - 2008 ist ein Erfolgsjahr für den österreichischen Film - neben dem herausragendsten Ereignis, dem Oscar für Ruzowitzky’s "Die Fälscher" gibt es einen sehr erfreulichen Besucherzuwachs für österreichische Filme im Kino. Im ersten Halbjahr konnte der österreichische Kinofilm seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln und die Besucherzahlen der aktuellen Filme ("Lets make money" und "Nordwand") geben berechtigte Hoffnung auf eine weitere Steigerung des Marktanteils für den heimischen Film.

Um den positiven Trend weiter zu fördern, ist es notwendig, die substantielle und nachhaltige Erhöhung der nationalen Filmförderung vorzunehmen.
Die von BM Claudia Schmied und BM Wilhelm Molterer bereits durchgeführte Anhebung der Fördermittel für das Budget 2008 wurde von den Filmschaffenden sehr begrüßt, stellt aber letztlich nur eine akute Entlastung dar. Auch die direkt im BMuKK eingegliederte "innovative" Filmförderung bedarf dringend zusätzlicher Mittel, nicht zuletzt um die Förderung des Nachwuchses nicht zu gefährden. Es gilt, die Unverwechselbarkeit des österreichischen Films als wesentlichen Träger österreichischer Kultur und Identität zu erhalten und wirtschaftliche Relevanz weiterhin zu beweisen.

Gerade in einer Zeit der Wirtschaftskrise ist es wichtig, dass der Staat seine finanziellen Impulse auch dort setzt, wo die eingesetzten Mittel rasch wirksam und den wirtschaftlichen Effekt einlösen. Für den österreichischen Film gilt dies in besonderem Maße. Über die Umwegrentabilität der eingesetzten Mittel profitieren von einem größeren Produktionsvolumen auch Tourismus und Fremdenverkehr sowie das Finanzministerium. Österreichische Filme sind im europäischen Vergleich überdurchschnittlich erfolgreich, die zur Verfügung stehenden Mittel halten dem europäischen Vergleich allerdings nach wie vor bis jetzt nicht stand.

Die Initiative Film TV fordert daher die Partner der Koalitionsverhandlungen dazu auf, den zahlreichen Versprechen der Parteien nach dem Gewinn des Oscars für Stefan Ruzowitzky Taten folgen zu lassen und für das Österreichische Filminstitut ein Jahresbudget von zumindest 20 Mio ab 2009 sowie ein Jahresbudget von 5 Mio für die "innovative" Förderung ins Regierungsprogramm aufzunehmen. (us)

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