Graf zu Uni-Ranking: Geringe Akademikerquote wird nur langsam zu steigern sein

Kraftakt aller Verantwortungsträger im tertiären Bildungssektor notwendig

Wien (OTS) - Zum vorliegenden internationalen Universitätsranking erklärt Dr. Martin Graf in seiner Funktion als FPÖ-Bildunssprecher, dass die gegenständliche Studie lediglich 17 Staaten im Vergleichszeitraum vor dem Sommer 2008 vergleiche, sohin nicht einmal den OECD Raum umfasse. "Die Ergebnisse bringen nichts Neues. Die Akademikerquote ist nach wie vor gering und wird auch nur langsam zu steigern sein", so Graf. Dies sei damit begründet, dass Österreich einerseits mit seinem Schulsystem, BHS Bereich, andere Voraussetzungen mitbringe und andererseits Versäumnisse der letzten 50 Jahre statistisch nicht in wenigen Jahren umkehrbar seien.

"Die Studie bringt aber ganz klar hervor, dass das Thema Studiengebühren keine Auswirkungen auf die Qualität der Universitäten und Fachhochschulen hat. Die am 24.9.2008 beschlossenen Reformen beim Zugangsrecht und den Studienbeiträgen sind jedenfalls nicht Anlass für das nun vorliegende Ergebniss der Studie." So ist Graf davon überzeugt, dass die Novelle zum UG 2002, welche im September 2008 beschlossen wurde, eine wesentliche Verbesserung darstelle. Der vor 2008 eingeschlagene Weg, Studenten vom Studium auszuschließen sei der falsche Weg gewesen.

Graf ruft alle Verantwortungsträger im tertiären Bildungssektor (Minister, Rektoren, Wissenschaftspolitiker) auf, einen nationalen Kraftakt mitzutragen, damit jeder Österreicher, der die Voraussetzungen mit sich bringt (Matura) auch das Studium absolvieren kann, welches er will. Weiters fordert Graf erneut eine Oberstufenreform sowohl im AHS als auch im BHS Bereich, damit die österreichische Jugend besser auf den tertiäre Bildungssektor vorbereitet ist. "Das Gebot der Stunde ist jedenfalls bei den Budgetverhandlungen für die Jahre 2009 ff. ausreichend Vorsorge zu treffen, dass das Ziel - 2% des BIP an Mittel - für den tertiären Bildungssektor bis zum Jahre 2020 auch sichergestellt ist. Dazu sind zusätzlich zu den bisherigen Budgets 200 Mio EURO jährlich kumulativ nötig."

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