"trend": Lotterien expandieren nach Russland

2009 startet Lotto-Betrieb in Baschkortostan, Rubbellose schon ab Weihnachten

Wien (OTS) - Die Österreichischen Lotterien werden im nächsten Jahr nach Russland expandieren, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Sonntag erscheinenden Ausgabe. Am 13. November 2008 ließ Lotto-Vorstandsdirektorin Bettina Glatz-Kremsner die Russisch Österreichische Lotterien Holding ins Firmenbuch eintragen. Eine hundertprozentige Tochter dieser Gesellschaft wird 2009 in der russischen Teilrepublik Baschkortostan Lotto ähnlich dem heimischen "6 aus 45" einführen.
Das Projekt wird streng geheim gehalten. Auf Anfrage bestätigt Glatz-Kremsner aber die Informationen des "trend": "Es stimmt, dass wir Lotto im Lauf des Jahres 2009 in Baschkortostan anbieten werden." Die Behörden in der Hauptstadt Ufa müssen noch offiziell die Lizenz erteilen, aber das ist nur noch Formsache. Das Okay von Finanzminister Wilhelm Molterer ist bereits eingelangt. Glatz-Kremsner bestätigt gegenüber "trend" auch, dass "noch vor dem Lotto-Start in Baschkortostan mit Rubbellosen begonnen wird" -möglicherweise schon rund um Weihnachten, auf jeden Fall Anfang des kommenden Jahres.
Beteiligt sind an dem Geschäft neben den Lotterien (59 Prozent) auch die Linzer Technologiefirma KEBA (7 Prozent), welche die Lotto-Terminals herstellt, und der Unternehmer Vadim Pletnjov. Der Doppelstaatsbürger ist Handelsdelegierter von Baschkortostan in Österreich und Eigentümer der VPB Beteiligungs GmbH in Wien.

Angeregt wurde das Projekt vom Finanzminister der relativ reichen Provinz, Ayrat Gaskarov. Der wandte sich Ende 2007 an die Lotterien, weil er nach einem Ersatz für die Steuereinnahmen suchte, die ihm durch die von Präsident Putin verordnete Schließung der Casinos verloren gehen. Es ist das erste Auslandsengagement der Österreichischen Lotterien, seit die ungarische Tochter 1996 schließen musste.
Details will die Lotterien-Führung noch keine verraten. Aber nach "trend"-Informationen sind die Vorbereitungen schon sehr weit gediehen. Etliche Mitarbeiter des Unternehmens lernen seit Monaten Russisch. Dutzende Leute aus den Bereichen Projektmanagement, IT, Marketing und Vertrieb werden 2009 vorübergehend nach Ufa (eine Million Einwohner) übersiedeln, um den Lotto-Betrieb aufzubauen. Die Anfangsinvestitionen liegen dem Vernehmen nach zwischen zehn und 15 Millionen Euro.
Entwickelt sich das Lotto in Baschkortostan erfolgreich, wollen die Österreicher danach auch in anderen Gegenden Russlands einsteigen.

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