Johnson Matthey veröffentlicht "PLATINUM 2008 INTERIM REVIEW"

London, November 18 (ots/PRNewswire) - PLATIN

DER PLATINMARKT WIRD 2008 VORAUSSICHTLICH EIN DEFIZIT VON 7,5 TONNEN AUFWEISEN

Nach Angaben des PLATINUM 2008 INTERIM REVIEW, der heute von Johnson Matthey veröffentlicht wurde, wird der Platinmarkt 2008 voraussichtlich ein Defizit von 7,5 Tonnen aufweisen. Es wird erwartet, dass das Angebot von Platin um 4,2 Prozent auf 195,3 Tonnen fallen wird, während die Nachfrage voraussichtlich einen Rückgang von 2,3 Prozent auf 202,8 Tonnen aufweisen wird. Starke wirtschaftliche Fundamentalfaktoren haben den Preis im März auf eine Rekordhöhe von 2.276 $ pro Unze hochgetrieben. Der Beginn der globalen Finanzkrise führte jedoch zu starken Verkäufen durch Investoren, und der Preis lag Ende September nur noch bei 1.004 $.

REDUZIERUNG DES GLOBALEN ANGEBOTS ERWARTET, WOBEI SÜDAFRIKA
DEN GRÖssTEN RÜCKGANG VERZEICHNEN WIRD

Das Angebot von Platin wird 2008 voraussichtlich einen Rückgang um 8,6 Tonnen auf 195,3 Tonnen aufweisen. Probleme bei der Energieversorgung, Arbeitsunterbrechungen in den Hüttenwerken, Mangel an Fachkräften und andere Schwierigkeiten werden das südafrikanische Platinangebot 2008 wahrscheinlich um 7,9 Tonnen auf 4,78 Millionen Unzen reduzieren. Bei der Platinproduktion in Russland wird eine Reduzierung auf 26,6 Tonnen erwartet, während sich das Angebot von Platin aus Nordamerika und Simbabwe steigern dürfte.

PLATINNACHFRAGE FÜR FAHRZEUGKATALYSATOREN WIRD 2008 WIEDER STEIGEN

Die weltweite Bruttonachfrage nach Platin zur Produktion von Fahrzeugkatalysatoren wird 2008 voraussichtlich um 2,7 Tonnen auf 131,6 Tonnen steigen. Die Nachfrage in Nordamerika wird durch den Rückgang der dortigen Fahrzeugproduktion um 9,5 Tonnen sinken. Dieser Rückgang wird jedoch durch den im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Einsatz von Platin in Dieselpartikelfiltern für leichte Nutzfahrzeuge in Europa und durch die steigende Automobilproduktion in China und anderen Entwicklungsländern ausgeglichen werden.

NACHFRAGE FÜR SCHMUCK DURCH PREISSCHWANKUNGEN UND ZUNEHMENDES RECYCLING BEEINTRÄCHTIGT

Die Nettoeinkäufe von neuem Metall durch Schmuckhersteller werden 2008 voraussichtlich um 10,6 Tonnen auf 34,8 Tonnen zurückgehen. Die hohen Metallpreise haben in allen Regionen zu vorsichtigem Umgang mit Lagerbeständen geführt und die Preise für Platinschmuck in der ersten Jahreshälfte 2008 weniger erschwinglich gemacht, während das Recycling von gebrauchtem Platinschmuck in Japan deutlich zugenommen hat. Durch den jüngsten Preisrückgang von Platin war die Branche jedoch in der Lage, ihre Bestände aufzufüllen, wodurch der Recycling-Anteil zurückging und sich die Nachfrage wieder etwas erholen konnte.

SACHINVESTITIONEN VERSTARKEN PREISSCHWANKUNGEN FÜR PLATIN

Investitionen in Platin werden 2008 voraussichtlich um 0,8 Tonnen auf 4,5 Tonnen zurückgehen. Mit den steigenden Preisen im ersten Quartal wurden grosse Bestände des Metalls DURCH Exchange Traded Funds aufgebaut, womit Liquidität vom Markt abgezogen wurde und sich der Preisanstieg verschärfte. Durch Verkäufe im dritten Quartal wurde wieder mehr Metall in den Markt eingebracht, was zu einer Preisreduzierung führte. Die Nachfrage nach Sachinvestitionen in Japan reagierte dagegen andres, indem dort im ersten Quartal Metall an den Markt zurück verkauft wurde, während im dritten Quartal starke Aufkäufe zu verzeichnen waren

PLATINPREIS IN DEN NÄCHSTEN SECHS MONATEN VORAUSSICHTLICH ZWISCHEN 700 $ UND 1,400 $

Die wirtschaftlichen Fundamentalfaktoren des Platinmarkts bleiben trotz des gegenwärtigen wirtschaftlichen Klimas relativ positiv. Die bedeutenden Verkäufe von Platin durch Hedge-Fonds im dritten Quartal 2008 verdeutlichen jedoch, wie wichtig die Stimmung der Investoren für dieses Metall ist. Sollte sich die gegenwärtige Wirtschaftskrise weiter hinziehen, könnte der Preis von Platin in den nächsten sechs Monaten auf bis zu 700 $ fallen, falls sich die Investoren beim Kauf von Rohstoffen zurückhaltend zeigen. Wenn andererseits jedoch die Risikobereitschaft wieder steigt, wird der Preis eher die wirtschaftlichen Fundamentalwerte widerspiegeln und Platin könnte in diesem Zeitraum bis auf 1.400 $ steigen werden.

PALLADIUM

DER ÜBERSCHUSS AN PALLADIUM WIRD 2008 VORAUSSICHTLICH AUF 10,0 TONNEN ZURÜCKGEHEN

Es wird erwartet, dass der Markt für Palladium 2008 einen Überschuss von 10,0 Tonnen aufweisen wird. Die Nachfrage wird voraussichtlich um 3,8 Prozent auf 223,6 Tonnen steigen, wobei eine starke Nachfrage nach Sachinvestitionen durch ETFs massgeblich für diesen Anstieg verantwortlich sein wird. Das weltweite Angebot an Palladium wird voraussichtlich um 12,5 Prozent auf 233,6 Tonnen fallen, überwiegend aufgrund geringerer Verkäufe aus Russland. Der Preis für Palladium ist gemeinsam mit den anderen Edelmetallen im März auf bis zu 588 $ gestiegen, bevor starke Verkäufe ihn bis Ende September wieder auf 199 $ drückten.

GERINGERE PALLADIUM-VERKÄUFE DURCH RUSSLAND; PRODUKTIONSRÜCKGANG IN SÜDAFRIKA

Das Angebot an Palladium wird 2008 voraussichtlich um 12,5 Prozent auf 233,6 Tonnen fallen. Palladiumverkäufe aus Südafrika werden aufgrund der dortigen Schwierigkeiten im Bergbausektor dieses Jahr um 78,5 Tonnen zurückgehen. Das russische Palladiumangebot aus der Primärproduktion wird voraussichtlich leicht zurückgehen und bei unter drei Millionen Unzen liegen. Von grösserer Bedeutung ist jedoch, dass die Verkäufe aus russischen Staatsbeständen von 1,49 Millionen Unzen 2007 voraussichtlich auf 24,9 Tonnen in diesem Jahr zurückgehen werden.

NACHFRAGE NACH PALLADIUM FÜR KRAFTFAHRZEUGKATALYSATOREN STEIGT WIEDER

Fahrzeughersteller werden 2008 voraussichtlich insgesamt 142,3 Tonnen Palladium kaufen, 0,9 Tonnen mehr als im Vorjahr. Die rückläufige Fahrzeugproduktion in Nordamerika wird die Nachfrage um 10,9 Tonnen reduzieren. Dies wird jedoch ausgeglichen durch steigende Produktionszahlen in China, Russland und Südamerika und den zunehmenden Einsatz von Palladium in Diesel-Oxidationskatalysatoren für Kraftfahrzeuge in Europa.

NACHFRAGE NACH PALLADIUMSCHMUCK IN CHINA WIRD WAHRSCHEINLICH WIEDER STEIGEN

Die weltweite Nachfrage nach Palladiumschmuck wird 2008 voraussichtlich um 1,7 Tonnen auf 24,3 Tonnen steigen, womit die rückläufige Entwicklung der letzten zwei Jahre wieder umgekehrt. Eine Reduzierung des Recyclings alter Bestände in China und wachsendes Interesse von Herstellern und Einzelhändlern in der zweiten Jahreshälfte wird die Nachfrage dort weiter stärken. Die Nachfrage in Europa und Nordamerika wird ebenfalls steigen, da das Interesse an Palladiumschmuck weiterhin wächst.

HÖHERER INVESTITIONSBEDARF DURCH EXCHANGE TRADED FUNDS

Sachinvestitionen in Palladium werden voraussichtlich von 8,1 Tonnen im Jahr 2007 auf 14,6 Tonnen in diesem Jahr steigen. Grosse Mengen des Metalls wurden Anfang 2008, als die Palladiumpreise stiegen, über die zwei European Exchange Traded Funds von Investoren gekauft, wobei diese Investoren jedoch bei fallenden Preisen im dritten Quartal wenig verkauften und offensichtlich an längerfristigen Anlagen interessiert sind. Diese Fonds machen voraussichtlich 13,4 Tonnen des gesamten Jahresbedarfs aus.

PALLADIUMPREIS IN DEN NÄCHSTEN SECHS MONATEN VORAUSSICHTLICH ZWISCHEN 125 $ UND 300 $

Der Preis für Palladium hat in den ersten drei Quartalen 2008 auf Fluktuationen im Währungssystem und den Preisen für andere Edelmetalle reagiert. Obwohl die Aussicht für Palladium in einigen Anwendungsbereichen positiv zu bewerten ist, kann eine Verschlechterung des wirtschaftlichen Klimas und die Möglichkeit eines stärkeren US-Dollars den Preis in den nächsten sechs Monaten auf bis zu 125 $ drücken. Falls sich die wirtschaftlichen Bedingungen jedoch stabilisieren oder sogar verbessern, könnten die stärker werdenden wirtschaftlichen Fundamentalfaktoren für Palladium den Preis im selben Zeitraum auf bis zu 300 $ ansteigen lassen.

Platinum Interim Review 2008 ist die neueste Marktuntersuchung von Johnson Matthey über Angebot und Nachfrage in der Gruppe der Platinmetalle. Dieser Bericht, der allgemein als die weltweit wichtigste Informationsquelle über Metalle der Platingruppe angesehen wird, ist kostenlos. Er kann eingesehen und als elektronische Datei heruntergeladen oder in Druckform von Johnson Matthey bestellt werden unter http://www.platinum.matthey.com/publications/pgmreview.html

Johnson Matthey ist die weltweit führende Quelle für Information über Produktion, Angebot und Verarbeitung von Platin und anderen Metallen der Platingruppe. Zu den Hauptaktivitäten des Unternehmens gehört die Produktion von Kraftfahrzeugkatalysatoren, platinhaltigen Prozesskatalysatoren und Spezialchemikalien, und die Verfeinerung, Fertigung und Vermarktung von Metallen der Platingruppe.

Für zusätzliche Informationen kontaktieren Sie bitte: David Jollie +44(0)7967-278020 Jeremy Coombes +44(0)7967-278012 Peter Duncan +44(0)7967-278236

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