AK Tumpel: Volle Ausschöpfung der Übergangsfristen am Arbeitsmarkt nötig

Arbeitsplätze schützen und Lohndumping verhindern - das hat jetzt die obeste Priorität

Wien (OTS) - "Gerade jetzt ist es wichtiger denn je die Arbeitsplätze in Österreich zu schützen. Die Übergangsfristen am Arbeitsmarkt müssen voll ausgeschöpft werden und bis Mai 2011 gelten", sagt AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich des Kommissionsbericht über die Auswirkungen der Übergangsfristen für die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU. Die Finanzkrise schlägt bereits auf die Realwirtschaft durch. In vielen Betrieben wird in Kurzzeit gearbeitet. Die Arbeitslosigkeit droht in den nächsten Jahren erheblich zu steigen. Dazu kommt: Österreich liegt an der Wohlstandskante. Die Lohndifferenz zwischen Österreich und den neuen Mitgliedstaaten ist unverändert groß. Besondern attraktiv ist das hohe Lohnniveau in Österreich für Pendler. Bereits jetzt arbeiten 87.000 Personen aus den neuen Mitgliedstaaten in Österreich. Dies ist fast doppelt soviel, wie mit Beitritt der Länder 2004. Durch das Sozialpartnerabkommen haben bereits heute mehrere dutzend Facharbeitsgruppen erleichterten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Eine weitere Öffnung ist im Moment nicht sinnvoll. "Wir müssen verhindern, dass es zu Lohn- und Sozialdumping kommt. Eine weitere Öffnung des Arbeitsmarktes muss gut vorbereitet sein und ist gerade jetzt nicht akzeptabel. Die neue Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die Übergangsfristen voll ausgeschöpft werden", so Tumpel.

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