Tipps für das sichere Radfahren in Wien

Wien (OTS) - Immer mehr Wienerinnen und Wiener entdecken das
Fahrrad als schnelles tägliches Verkehrsmittel. Wien ist dafür gut gerüstet. Damit die WienerInnen sicher in der Stadt unterwegs sein können, macht Stadtrat DI Rudi Schicker am Dienstag darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, die eigene Ausrüstung und das Fahrrad regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen - besonders in der dunklen Jahreszeit.

Ausrüstung und Ausstattung

Ein funktionstüchtiges Fahrrad hat zwei von einander unabhängige Bremsen, rutschsichere Pedale mit gelben Rückstrahlern, eine Glocke und eine gute Beleuchtung mit Vorder- und Rücklicht. Hier bewährt sich am besten ein Standlicht, das auch leuchtet, wenn das Fahrrad etwa vor einer Kreuzung steht. Zur Ausstattung gehören auch ein roter Rückstrahler und Speichenreflektoren oder rückstrahlende Reifen.

Wenig geachtet wird vielfach noch auf die eigene Ausrüstung:
eine helle, reflektierende Kleidung und der Fahrradhelm schaffen zusätzlich Sicherheit. Schicker erinnert: "Ein Sturz mit dem Rad bei 25 km/h entspricht der Wucht eines "Köpflers" aus 2,5 Meter Höhe auf Beton. Ein Helm kann bis zu 80 Prozent der schweren Kopfverletzungen verhindern!"

Rücksicht hat Vorrang

Im Falle eines Unfalls sind die jeweils Schwächeren besonders gefährdet. Gegenseitige Rücksichtnahme, Toleranz und Selbstdisziplin aller VerkehrsteilnehmerInnen sind deshalb Grundvoraussetzung für einen sicheren Stadtverkehr. Für AutofahrerInnen heißt es, vor allem beim Abbiegen daran zu denken, dass auch RadfahrerInnen unterwegs sein können. RadlerInnen sind gefordert, verstärkt auf FußgängerInnen zu achten. Selbstverständlich sollte sein, die geltenden Verkehrsregeln zu beachten. Die größte Sünde ist nach wie vor das Überqueren einer Kreuzung bei Rot. Dies kann übrigens auch ohne Gefährdung anderer eine Geldstrafe bzw. eine Vormerkung im Führerscheinregister zur Folge haben. Und: Radfahren am Gehsteig ist nur Kindern erlaubt!

Tipps für das sichere Radfahren in der Stadt

o an Begegnungspunkten Blickkontakt mit anderen VerkehrsteilnehmerInnen herstellen o vorhandene Radfahranlagen benutzen - es gilt die gesetzliche Benützungspflicht o bei Richtungsänderungen deutliche Handzeichen geben o langsam auf Kreuzungen zufahren - auf Radfahrüberfahrten an ungeregelten Kreuzungen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von max. 10 km/h o Fahrgeschwindigkeit an die Straßenverhältnisse und das eigene Können anpassen o Vorrang anderer beachten - beim Verlassen eines Radweges oder Radfahrstreifens gilt grundsätzlich Nachrang o genügend Sicherheitsabstand halten (besonders zu rechtem Fahrbahnrand und parkenden Autos) o gegen die Einbahn nur dann fahren, wenn es erlaubt ist o Einrichtungsradwege nur in der gekennzeichneten Richtung befahren o Räder an den dafür vorgesehenen Anlagen abstellen o nicht mit Kopfhörer oder telefonierend fahren - immer die volle Aufmerksamkeit auf das Verkehrsgeschehen richten

Bewusstsein für Gefahrenpotenziale schärfen

In Hinblick auf die jüngsten Radfahrunfälle will Stadtrat DI Rudi Schicker in der Verkehrssicherheitsarbeit verstärkt auf besondere Gefahrenquellen aufmerksam machen: Vielen RadfahrerInnen ist z.B. nicht bewusst, dass LKW über die Rückspiegel den Straßenraum unmittelbar neben dem Fahrzeug nicht vollständig einsehen. Vor allem rechts der Fahrerkabine ist der tote Winkel groß - deshalb: nicht rechts neben einem LKW stehen bleiben!

Die Stadt Wien hat hier bereits viel getan. So kann man sich über das Internet über Aktuelles zum Thema Radfahren informieren. Ein Radroutensuchprogramm gibt Auskunft über die optimale Radroute. Für das Frühjahr 2009 wird eine Ausstellung vorbereitet, die auch am jährlichen Bike Festival am Rathausplatz gezeigt wird. Dort wird ein besonderer Schwerpunkt zum Thema Sicherheit gesetzt.

Bedingungen für RadfahrerInnen weiter verbessern

Die weitere Verbesserung der Bedingungen für RadfahrerInnen durch Ausbau des Radwegenetzes, verkehrsberuhigter Zonen sowie selbstverständlich die Entschärfung von Gefahrenstellen soll dem steigenden Radfahranteil Rechnung tragen.

Stadtrat Schicker hierzu: "Wien ist eine Stadt der Fairness. 'Straße fair teilen' ist unser Motto. Das bedeutet ein möglichst ausgewogenes und gleichberechtigtes Nebeneinander aller VerkehrsteilnehmerInnen, wo jeder auf den anderen Rücksicht nimmt -damit die Menschen in Wien sicher unterwegs sein können. (Schluss) dee

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