Chorherr zu Radgipfel: Rasche Sanierung der Unfallhäufungspunkte notwendig

Grüne Leopoldstadt/Hasch: Gehsteig- und Zweirichtungsradwege müssen der Vergangenheit angehören

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Radsicherheitsgipfels in der Leopoldstadt fordert der Verkehrssprecher der Grünen Wien, Christoph Chorherr, grundlegende Änderungen in der Wiener Radverkehrspolitik. Der Gipfel wurde als Konsequenz der gehäuften tödlichen Rad-Unfälle der letzten Wochen veranstaltet.

Die Leopoldstädter Grünen verlangen, dass es in der Leopoldstadt in Zukunft keine Gehsteig- und Zweirichtungsradwege mehr geben darf -mit Ausnahme der mehrspurigen Einbahn am Donaukanal. Die meisten Unfallhäufungspunkte befinden sich auf solchen Radwegen. "Mittelfristig müssen diese gefährlichen Radverkehrsanlagen durch Fahrbahnlösungen ersetzt werden", fordert der Grüne Leopoldstädter Bezirksvorsteher-Stellvertreter Adi Hasch.
Für den gefährlichen Radweg in der Taborstraße, auf dem vor 3 Wochen ein 74-jähriger Radfahrer gestorben ist, gibt es noch immer keine Lösung. "Die Ankündigung einer Ortsverhandlung ist ja schön und gut, aber noch lange keinen Garantie für eine echte Sanierung des Radwegs", so Hasch weiter. "Es ist aber erfreulich, dass einige Experten des Radgipfels den Grünen Vorschlag einer Umwandlung des Radwegs in Radstreifen auf der Fahrbahn befürworten."

Wichtig sei auch eine Durchführung einer Image- und Werbekampagne der Stadt Wien für das Radfahren. Diese muss sich an alle Verkehrsgruppen gesondert richten und soll mithelfen, die Sicherheit und den Radfahranteil zu steigern. "Es freut mich besonders, dass es in diesem Punkt unter allen TeilnehmerInnen des Radgipfels Konsens gegeben hat, denn mit dieser Kampagne könnte der Radverkehrsanteil effektiv gesteigert werden. Je mehr RadfahrerInnen auf Wiens Straßen fahren, desto sicherer sind sie unterwegs", erklärt Chorherr. Schließlich müssen auch alle Einbahnen für den Radverkehr geöffnet werden und noch mehr verkehrsberuhigte Zonen und "Shared Space"-Zonen eingerichtet werden. Positiv bewertet Chorherr auch den Konsens darüber, dass die in letzter Zeit vorgebrachten Vorschläge wie Nummerntafeln, Warnwestenpflicht und Helmpflicht von den RadgipfelteilnehmerInnen einhellig abgelehnt wurden. "Ich hoffe, dass die Erkenntnisse des Radgipfels rasch von Stadtrat Schicker umgesetzt werden und es zu einer grundlegenden Verbesserung der Wiener Radverkehrspolitik kommt", so Chorherr.

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