Katzian: Übergangsfristen für Arbeitsmarkt nutzen

Positiv, dass EU-Kommission Sozialpartner in Entscheidung einbinden will

Wien (GPA-djp/ÖGB) - "Österreich muss die Übergangsfristen für den Arbeitsmarkt bis zum Jahre 2011 nutzen. Das ist gerade angesichts des Konjunktureinbruches und der dadurch schwierigen Lage am Arbeitsmarkt notwendig", fordert der Vorsitzende der GPA-djp und Europasprecher des ÖGB-Vorstandes, Wolfgang Katzian. Dagegen spricht sich die EU-Kommission in ihrem Entwurf der Mitteilung zu den EU-Übergangsfristen für eine sofortige Öffnung des Arbeitsmarktes aus.++++

"Finanzkrise und Konjunktureinbruch erfordern alle Anstrengungen um die Krise nicht voll auf den Arbeitsmarkt durchbrechen zu lassen. Eine sofortige Öffnung würde diese Bemühungen unterlaufen", stellt Katzian fest. In Österreich gibt es eine Sozialpartnervereinbarung, welche einen akzeptablen Weg für den Arbeitsmarkt aufzeigt. Katzian:
"Wir müssen bis 2011 alles unternehmen, dass wir dann für die Öffnung des Arbeitsmarktes gerüstet sind. Einiges ist bereits geschehen, wichtige Maßnahmen wie beispielsweise der Schutz vor Sozial- und Lohndumping fehlen noch."

Der ÖGB-Europasprecher streicht hervor, dass die EU-Kommission im Mitteilungsentwurf erstmals eingesteht, dass eine sofortige Öffnung der Arbeitsmärkte nicht nur positive Effekte, sondern auch wirtschaftliche und soziale Kosten hervorrufen könne. Katzian: "Ich begrüße es ausdrücklich, dass die EU-Kommission die Sozialpartner in ihre Entscheidungen einbinden will."(ff)

ÖGB, 18. November 2008 Nr. 673

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