Kunasek: "Bundesheer spart an falschen Stellen!"

Transportkapazitäten für das Ausland müssen gegeben bleiben um Soldaten im Auslandseinsatz adäquat zu versorgen und zu verpflegen

Wien (OTS) - Es sei davon auszugehen, so FPÖ-NAbg. Mario Kunasek, dass der Etat, der dem Bundesheer zur Verfügung stehe, wohl auch von der neuen Regierung nicht erhöht würde. Das könne allerdings zum Problem werden, wenn außerplanmäßige Anschaffungen anstünden. Kunasek, selbst Stabsunteroffizier beim Bundesheer, betont, dass für ihn die Verantwortung für die österreichischen Soldaten im In- und Ausland an erster Stelle stünden.

"Für 2008 wurde für den Bundesheeretat nur noch 0,63 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufgewendet", erklärt Kunasek und verdeutlicht, dass er allerdings bezweifle, dass bei einem solch geringen Budget die einwandfreie Versorgung und Sicherheit der Soldaten im Einsatzraum gewährleistet sei. "Die Transportkapazitäten für das Ausland müssen gegeben bleiben um Soldaten im Auslandseinsatz adäquat zu versorgen und zu verpflegen! Bei einer derart dramatischen budgetären Situation ist nicht gesagt, ob diese Kapazitäten auch in Zukunft aufrecht erhalten werden können", richtet der FPÖ-Mandatar seine Zweifel in Richtung Bundesminister Darabos.

"Im Jahr 2003 wurden von der britischen Royal Air Force drei gebrauchte Typ C-30 Hercules-Transportflugzeuge gekauft. Diese Flugzeuge hätten für weitere 20 Jahre genutzt werden sollen - im Moment sieht es aber nach einer eindeutigen Verkürzung dieser Nutzungsdauer aus", so Kunasek. "Durch die zahlreichen Transportflüge ins Ausland, vor allem in den Tschad, haben sich die Betriebsstunden der Hubschrauber um ein Vielfaches angehäuft. Die Nutzungsdauer wird sich daher verkürzen." Es sei daher eine Anfrage an den Bundesminister gestellt worden, worin mitgeteilt werden soll, wie lange die Transportflugzeuge noch einsetzbar sein werden.

Eine weitere Frage in Richtung Bundesminister formuliert Kunasek wie folgt: "Diese verkürzte Nutzungsdauer hätte doch aufgrund der Auslandeinsätze im Vorfeld absehbar sein müssen. Eine Anschaffung von neuen Transportflugzeugen geht mit dem derzeitigen Wehretat aber nicht konform - wie soll die Sicherheit der österreichischen Soldaten so gewährleistet bleiben?"

"Man sollte hinterfragen, ob nicht eine Aufstockung von derzeit drei auf sechs Transportflugzeuge sinnvoll wäre! Damit könnte ein reibungsloser Ablauf der Auslandseinsätze gewährleistet werden", formuliert Kunasek eine seiner weiteren Vorstellungen.

Zum Abschluss appelliert Kunasek in Richtung Bundesminister Darabos:
"Man soll sich der Verantwortung gegenüber österreichischer Soldaten in diesen Reihen bewusst sein! Die Sicherheit unserer Soldaten muss oberste Priorität haben. Daher ist es überfällig, Maßnahmen zu treffen, die diese Sicherheit gewährleisten."

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