Kreativwirtschaft als Modell für die Wirtschaft der Zukunft

Kreative Unternehmen sind Trendsetter für Innovationen

Wien (PWK871) - Die sich abzeichnende Wirtschaftskrise macht klar, dass neue Formen des Wirtschaftens nötig sind: Andere Strukturen, mehr Kreativität und Innovation sowie eine engere Kooperation von selbständigen Unternehmen untereinander und mit ihren Kunden.

Die Kreativwirtschaft ist hier Vorreiter, weil sie hochinnovativ und damit ein wesentlicher Faktor für das Wirtschaftswachstum insgesamt ist. 60 Prozent aller Kreativunternehmen brachten in den letzten drei Jahren neue Produkte auf den Markt, 31% Prozent setzten eigene F&E-Aktivitäten gesetzt, 51 Prozent unterstützten Unternehmen in anderen Branchen bei ihrer Innovationstätigkeit und trugen so zur Stärkung der gesamten Wirtschaft bei. Diese Zahlen gehen aus dem jüngsten Kreativwirtschaftsbericht hervor, der von creativ wirtschaft austria (cwa) im Rahmen von "evolve", dem Förderprogramm für die Kreativwirtschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, fertig gestellt wurde.

Grundlage dafür ist eine Studie des deutschen Forschungsinstituts Fraunhofer ISI (Institut für System- und Innovationsforschung) und ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung), bei der erstmals 2.000 österreichische Unternehmen der Kreativwirtschaft befragt wurden.

"Die Kreativwirtschaft leistet einen wesentlichen Beitrag um neue Ideen, Produkte und Services in den Markt zu bringen. Der Produktivitätsfaktor Kreativität ist auch die Basis für die hohe Unabhängigkeit der Unternehmen in einem Sektor, in dem 80% der Unternehmen in kleinteiligen Netzwerken organisiert sind. Dem Dominoeffekt, wie er auf den globalen Finanzmärkten zu beobachten war, steht so die Flexibilität und Stabilität kreativer Unternehmer gegenüber", hält Gertraud Leimüller, Vorsitzende der creativ wirtschaft austria, fest.

Zur Kreativwirtschaft zählen dem Bericht zu Folge in Österreich rund 30.000 Betriebe mit circa 104.000 unselbständig Beschäftigten, die jährlich beispielsweise mit Design, Film, Software, Grafik, Werbung & PR, Musik, Multimedia oder Eventmanagement insgesamt rund 25 Milliarden Euro erwirtschaften. Zählt man die Selbständigen und freien Mitarbeiter hinzu, so arbeiten mehr als 160.000 Menschen in der Kreativwirtschaft. Ihr Beschäftigungswachstum betrug von 2005 bis 2007 fünf Prozent - und war damit doppelt so hoch wie in der österreichischen Wirtschaft insgesamt.

Neben der hohen Innovationsneigung sind eine überdurchschnittlich hohe Akademikerquote (29% Akademiker, 9% Studenten) und die hohe Mobilität der Mitarbeiter typisch für die Branchen. Dadurch wird die Kreativwirtschaft zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Wissenschaft, Forschung und Anwendung in der Wirtschaft.

Der Dritte Österreichische Kreativwirtschaftsbericht ist unter www.creativwirtschaft.at online verfügbar. Die Printausgabe kann über creativwirtschaft@wko.at kostenfrei bestellt werden. (IP)

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