Winkler: "Österreichische Expertise im Bereich Energie für die Karibik"

Staatsekretär Hans Winkler trifft den CARICOM-Generalssekretär Edwin Carrington

Wien (OTS) - "Die Auswirkungen des Klimawandels stellen die karibischen Länder - insbesondere kleine Inselstaaten - vor große Herausforderungen. Österreich ist sich dieser Risiken und Auswirkungen bewusst. Es ist uns daher ein Anliegen, die Karibik nicht nur in den internationalen Klimaschutzverhandlungen, sondern darüber hinaus auch bilateral in den Bereichen der Energiesicherheit und -versorgung, sowie Katastrophenmanagement verstärkt zu unterstützen", so Staatsekretär Hans Winkler nach seinem Treffen mit dem Generalsekretär der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM), Edwin Carrington.

Das österreichische Engagement in der Karibik stellt eine Weiterentwicklung der Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Region seit dem Wiener EU-Lateinamerika Gipfel 2006 dar. Dabei wurde gezielt darauf geachtet, Synergieeffekte mit bereits bestehenden Aktivitäten zu nützen. "Energiesicherheit und -versorgung, Entwicklung alternativer Energieformen, Bekämpfung des unerlaubten Drogenhandels, wirksame und nachhaltige Entwicklungshilfe, Einhaltung der Menschenrechte und effektiver Multilateralismus sind Bereiche, für die sich Österreich schon jahrelang intensiv einsetzt. Gleichzeitig spiegeln diese Bereiche aber auch die vorherrschenden Probleme und Bedürfnisse der Region wider. Österreich unterstützt daher zahlreiche Kooperationsprojekte, entweder direkt oder im Wege internationaler bzw. regionaler Organisationen, wobei wir einerseits den Schwerpunkt der Zusammenarbeit auf CARICOM legen, gleichzeitig aber auch darauf achten, dass die Programme flächendeckend allen Karibik-Ländern zugute kommen", so der Staatsekretär.

Das österreichische Karibik-Engagement spiegelt sich auch im multilateralen Bereich wieder, wo - mit besonderem Fokus auf die in Wien ansässigen Organisationen, wie UNIDO, UNODC und CTBTO - Projekte für die Karibik zur Umstellung auf eine ökologisch nachhaltige Landwirtschaft, der Zugang von KMU zu neuen Technologien, aber auch der Kampf gegen organisierte Kriminalität, Korruption und Drogenhandel unterstützt werden.

Winkler bezeichnete die CARICOM als ein junges, dynamisches Beispiel für erfolgreiche regionale Zusammenarbeit mit hohem Potential. "Die erst kürzlich erfolgte Unterzeichung des Wirtschaftspartnerschaftsabkommens zwischen der EU und CARICOM wird dazu beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung und die engere Anbindung an die Weltwirtschaft zu verbessern. Wir haben uns in den Verhandlungen stets dafür eingesetzt, dass es sich hierbei in erster Linie um ein Entwicklungshilfeinstrument handelt. Der Erfolg des Abschlusses der Verhandlungen sollte nun jedoch nicht durch eine mangelnde oder zu langsame Umsetzung des Abkommens gemindert werden", zeigte sich Winkler überzeugt.

CARICOM wurde 2001 gegründet und umfasst 15 karibische Staaten. Der Großteil der Mitgliedstaaten gehört der Allianz Kleiner Inselstaaten (AOSIS) an, die durch den erwarteten Anstieg des Meeresspiegels stark betroffen sind und daher an einer engen Zusammenarbeit im Klima- und Energiebereich auf technischer und wissenschaftlicher Ebene großes Interesse zeigen.

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