Vilimsky: Sorger will offenbar Privatisierungen um jeden Preis

Manager müssen im Versagensfall auch finanziell zur Verantwortung gezogen werden

Wien (OTS) - Kritisch äußerte sich FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky zu den Aussagen von IV-Präsident Sorger in der heutigen ORF-Pressestunde. Es sei zwar lobenswert, wenn sich Sorger für eine Steuerreform und weitere Konjunkturpakete ausspreche, es stehe aber zu befürchten, dass er darunter keine Entlastung des Mittelstands und der KMU, sondern eine Begünstigung der Großindustrie und der Konzerne verstehe.

Hochinteressant ist für Vilimsky auch, dass sich Sorger derartig auf das Führungsduo Faymann/Pröll versteife. Mit diesem "dynamischen Duo" an der Spitze werde der Crash-Kurs der österreichischen Wirtschaft ungebremst weitergehen. Faymann habe seine nichtvorhandene Führungs-und Problemlösungskompetenz ja schon bei der AUA und bei der Post unter Beweis gestellt.

Insgesamt konnte Sorger laut Vilimsky keinerlei überzeugenden Antworten auf die gegenwärtigen Krisen liefern. Privatisierung um jeden Preis sei für ihn offenbar der Weisheit letzter Schluss. Bezeichnend sei es auch gewesen, dass Sorger die Manager derartig in Schutz genommen habe. Wenn das Management versage und dann wie im Falle der Banken Staatsgelder zur Rettung der Unternehmen zum Einsatz kommen müssten, sei ein Aufsichts- und Eingriffsrecht des Staates unumgänglich und die Manager müssten auch finanziell zur Verantwortung gezogen werden. Die Gehälter sämtlicher Manager von Unternehmen, die in öffentlichem Eigentum stünden oder an denen der Staat beteiligt sei, müssten in die Bundesbezügepyramide eingegliedert werden, an deren Spitze Bundespräsident (22.848 Euro brutto pro Monat)und Bundeskanzler (20.400 Euro brutto pro Monat) stünden, forderte Vilimsky.

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