Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Die "belohnten" Managerstrategien (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 13. November 2008

Klagenfurt (OTS) - Die sogenannten "Strategiepapiere", mit denen krisengeschüttelte Unternehmen immer als erstes herausrücken, wenn es eng wird, erschöpfen sich in zwei "Rezepten": Jobabbau und Standortreduktion. Stereotype Reaktionen auf neue Entwicklungen wie diese sollen das Äußerste sein, was in hochspezialisierten Managerhirnen ausgebrütet werden kann? Mitnichten.

Automatisierte Reaktionen auf Veränderungen beziehungsweise Schwankungen des Marktes erfüllen wohl einfach die Gesetze der Bequemlichkeit besser als die Suche nach vorausschauenden Antworten auf absehbare Prozesse. Außerdem entspricht diese Vorgangsweise ja in der kapitalisierten Welt bereits einer Tradition. Schließlich werden bestbezahlte Führungskräfte in erster Linie für das Austüfteln von "Synergien" und Rationalisierungsmaßnahmen belohnt, sprich für das Streichen von "Arbeitsplätzen oder die Reduktion von Standorten. Die Konzepte zur Schaffung von Jobs fallen irgendwie völlig aus dem Rahmen.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
redaktion@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001