Generalstabschef Entacher: Kritik der Offiziersgesellschaft an Assistenzeinsatz übertrieben

Aufgabe des Bundesheeres ist "Schutz und Hilfe" für die Bevölkerung

BMLV (OTS) - Die Kritik des Präsidenten der Offiziersgesellschaft, Hauptmann Dr. Eduard Paulus, ist für den obersten Offizier des Landes, Generalstabschef Edmund Entacher übertrieben. "Das Bundesheer ist seit nunmehr 18 Jahren direkt an der Grenze oder im Grenzraum im Einsatz und kann diese Aufgabe nach wie vor in bestem Ausmaß erfüllen", so Entacher. Auch die nun erfolgte Verlängerung des Assistenzeinsatzes bis Ende 2009 stellt das Österreichische Bundesheer nicht vor mehr Herausforderungen als in den vergangenen Jahren, zumal es sich seit Dezember 2007 ohnehin um ein wesentlich weniger aufwendiges Verfahren handelt als vor dem Beitritt der Nachbarstaaten zum Schengener Abkommen.

Generalstabschef Entacher hält fest, dass der Assistenzeinsatz in der Stärke von bis zu 1.500 Mann, wie heute vom Ministerrat beschlossen, gesichert ist. Von seinen Truppenbesuchen im Grenzraum weiß Entacher auch, dass die Soldaten - insbesondere die Grundwehrdiener -motiviert sind und ihre Aufgabe im Assistenzeinsatz als wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Grenzraum auffassen. Dies gilt auch trotz einiger Ausbildungseinschränkungen.

"Wenn Hauptmann Dr. Paulus meint, dass es bei dem Einsatz darum gehe die Bevölkerung zu beruhigen, möchte ich ihn daran erinnern, dass eben das die Grundaufgabe des Bundesheeres ist - nämlich für Schutz und Hilfe für die Bevölkerung zu sorgen. Ich hoffe, dass das letztlich auch seine Meinung ist", so Entacher.

Der Generalstabschef ist der höchste Offizier des Bundesheeres und befehligt die rund 45.000 Berufssoldaten, Zivilbediensteten und Grundwehrdiener sowie 30.000 Milizsoldaten.

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