"Weder Personenkult noch Reklame für den Papst"

Neue Stiftung "Joseph Ratzinger - Benedikt XVI." wurde in München der Öffentlichkeit präsentiert - Vorsitzender des Stiftungskuratoriums ist Kardinal Schönborn

München, 12.11.08 (KAP) Ziel der neuen Stiftung "Joseph Ratzinger -Benedikt XVI." ist "weder Personenkult noch Reklame für den Papst". Dies betonte der Vorsitzende des Stiftungsrates, der Nürnberger Prälat Michael Hofmann, am Mittwoch in München bei der Präsentation der Stiftung. Vielmehr gehe es um die Erforschung und Weiterführung der Theologie Joseph Ratzingers, vor allem in den Fächern Bibelwissenschaft, Patristik und Fundamentaltheologie. Vorsitzender des Stiftungskuratoriums ist Kardinal Christoph Schönborn, Vorstandsvorsitzender der Sprecher des Ratzinger-Schülerkreises, der frühere Passauer Fundamentaltheologe Stephan Otto Horn.

Die neue Stiftung finanziert u.a. eine Gastprofessur an Joseph Ratzingers früherer Universität Regensburg. Benedikt XVI. sei dieser Hochschule nach wie vor sehr verbunden. "Er hat immer noch einen Schlüssel für die Bibliothek der theologischen Fakultät", sagte der Prälat.

Außerdem will die Stiftung die Entstehung eines Papst-Benedikt-Studienzentrums in Rom fördern, das an eine bereits bestehende Einrichtung anknüpft, die "Casa von Balthasar". Dieses Haus pflegt seit 1989 das Erbe zweier Theologen, die der Papst sehr schätzt, Hans Urs von Balthasar und Yves Congar.

Ein weiteres Projekt ist die Veröffentlichung einer vollständigen Bibliografie der Schriften Joseph Ratzingers. Ein Erscheinungstermin steht aber noch nicht fest. Außerdem sollen mit einem österreichischen Partner in Salzburg und London Symposien durchgeführt werden.

Mit 250.000 Euro aus seinem Privatvermögen hat Papst Benedikt XVI. den Grundstock für die Stiftung seines Schülerkreises gelegt. Mit Zustimmung des Papstes trägt die Einrichtung den Namen "Joseph Ratzinger - Benedikt XVI."-Stiftung. Sie ist bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in München.

Der Schülerkreis zählt rund 40 Mitglieder, darunter Professoren, Pfarrer, Ordensleute und Laien aus Europa, Afrika, Asien und den USA. Gebildet wurde der Schülerkreis 1978, nach der Ernennung Ratzingers zum Münchner Erzbischof. Jedes Jahr im August trifft der Kreis mit seinem einstigen Lehrer in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo zusammen.

Im vergangenen Sommer stieß zum ersten Mal auch eine Gruppe junger Theologen dazu, die sich wissenschaftlich mit Ratzinger beschäftigt haben. Auch dieser, inzwischen rund 20 Personen zählende Kreis will sich künftig regelmäßig treffen und dabei Kontakt zu den "Schülern" halten. (Informationen: Internet:
www.ratzinger-papst-benedikt-stiftung.de). (ende)
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