Graf: Anerkennung und Stolz auf 90 Jahre Republik und Demokratie in Österreich

Drittes Lager hatte maßgeblichen Anteil an der Entstehung der Republik

Wien (OTS) - Das heutige 90. Jubiläum der Republik Österreich nahm der 3. Nationalratspräsident Dr. Martin Graf zum Anlass, seine Anerkennung und seinen Stolz auf die gedeihliche Entwicklung Österreichs seit seiner Entstehung zu bekunden. Vor allem auf die Errungenschaften der Gründerväter unserer Republik müsse man mit Demut zurückblicken. Diese seien der Grundstein für jeden weiteren positiven Fortschritt in diesem Land gewesen, so Graf.

Graf verwies in seiner Würdigung auf die oftmals vom offiziellen Österreich vergessenen Leistungen des Dritten Lagers für Republik und Demokratie, insbesondere auf die Rolle des Republikausrufers und 1. Präsidenten der provisorischen Nationalversammlung Dr. Franz Dinghofer. Dinghofer sei stets ein Vertreter des Konsenses und Gegner der Ausgrenzung der politisch Andersdenkenden gewesen, betonte Graf.

Es sei festzuhalten, dass Dinghofer nicht nur 1. und danach 3. Präsident des Nationalrates war, sondern danach 10 Jahre lang Präsident des Obersten Gerichtshofes gewesen sei. "Dinghofer war sein Leben lang Burschenschafter, unter dessen Vorsitz die Nationalversammlung Deutsch-Österreichs 1918 auch das Frauenwahlrecht beschlossen hat. Dinghofer hat nach seiner Funktion als erster Präsident der Provisorischen Nationalversammlung im Zeitraum von 1919-1926 die Funktion des dritten Nationalratspräsidenten ausgeübt", erklärte Graf. Auch die Grundlage der Österreichischen Bundesverfassung, die 1920 von der Nationalversammlung einstimmig beschlossen wurde, stamme unter anderem vom nationalliberalen Politiker Dinghofer.

Auch würdigte Graf den Beitrag des letzten frei gewählten Dritten Präsident des Nationalrates in der Zwischenkriegszeit und erinnerte daran, dass es der Nationalliberale Dr. Sepp Straffner gewesen sei, der sich gegen die Ausschaltung des Parlamentes bis zuletzt gewehrt habe. An der Einberufung des Nationalrates 1933 sei dieser schlussendlich von den Austrofaschisten mit Waffengewalt gehindert worden, wodurch für nahezu 12 Jahre die Demokratie in Österreich ausgeschaltet gewesen sei.

Graf wünscht sich für die Zukunft der Republik Österreich, dass die politische Ausgrenzung der Andersdenkenden in der Gesellschaft beendet werde und die Freiheit des Einzelnen als hohes Gut und unbestrittener Wert erhalten blieben. "Der Geist der Wahrheit und der Geist der Freiheit sind die Stützen unserer Gesellschaft", zitiert Graf abschließend einen Gedanken von Henrik Johan Ibsen (1828-1906) zum demokratischen Selbstverständnis.

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