Faymann fordert rasche Regierungsbildung

Regieren neu heißt, Probleme nicht wegschieben

Wien (SK) - "Jetzt ist es notwendig, sich zusammenzusetzen und positiv an einer Lösung mitzuarbeiten", betonte SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann am Mittwoch vor dem Sonderministerrat im Parlament. Dass der Finanzminister in Bezug auf das Post-Problem kein ernsthaftes Gespräch gesucht habe, kann Faymann nicht verstehen. Zukünftig solle man sich zusammensetzen, wenn es ein Problem gibt, betonte der SPÖ-Vorsitzende. "Wir müssen jetzt jede Minute nützen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Keine Krise ist dazu da, um aufgeschoben zu werden", so Faymann.
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Die unterschiedlichen Strategien die Post betreffend würden keinen Spalt in die Koalitionsverhandlungen treiben. Der ÖVP-Kritik, Faymann sei zu stark von der Gewerkschaft gelenkt, widerspricht der SPÖ-Vorsitzende. "Die Arbeitnehmer werden mir nie gleichgültig sein", erläuterte Faymann, der sich froh zeigte, dass er mit der Gewerkschaft gut zusammenarbeite. Der Finanzminister sei nun gefordert, aber auch jeder andere, erklärte Faymann, der zu "Teamwork" aufrief. Die Problematik zeige, dass eine Übergangsregierung nicht "zur Lösung der wichtigen Fragen" komme, betonte Faymann, der sich für eine "rasche Regierungsbildung" aussprach. Eine mögliche Koalitionsbildung am Montag konnte Faymann nicht bestätigen, er sei aber "interessiert daran, dass es zu einem raschen Ergebnis kommt". Mögliche Postenbesetzungen seien kein Thema, zuerst ginge es um "die wesentlichen inhaltlichen Fragen", so der SPÖ-Vorsitzende. (Schluss) ar

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