Die Republik des Sports

12. November 1918 markiert für den Arbeitersport den Tag des Aufbruchs in eine visionäre Zukunft

Wien (OTS) - Anlässlich des 90sten Jahrestags der Gründung der 1. Republik betonte ASKÖ-Wien Präsidentin Beate Schasching: "Der 12. November 1918 markiert für den Arbeitersport den Tag des Aufbruchs in eine visionäre Zukunft." Bis heute hat der 12. November in den Vereinen der ASKÖ einen hohen Stellenwert. Noch bis in 80er und 90er Jahre wurden rund um dieses Datum große Sportschauen abgehalten. Diese "Republikfeiern" waren auch ein fixer Bestandteil des Sportkalenders im Traditionsverein WAT und wichen erst in jüngerer Vergangenheit einem moderneren Erscheinungsbild.****

Die erste Republik hat für den Sport direkt und indirekt Voraussetzungen geschaffen, von denen wir bis heute profitieren. So wurde der Traum vom Achtstundentag, vom arbeitsfreien Sonntag und von einem bezahlten Urlaub für die ArbeiterInnen endlich Wirklichkeit und war die Basis für ihren Zugang zum Sport und zur Freizeit. Die neue Verfassung und das Vereinsrecht waren die Grundlage für Vereinsgründungen und für ein neues gestärktes Selbstbewusstsein der Frauen sorgte das endlich errungene freie und gleiche Wahlrecht. Auch die Sportanlagen, deren Benützung für die Arbeitersportvereine heute selbstverständlich gleichberechtigt erfolgt, war ein Recht, das erst in der Republik in vollem Umfang erkämpft war. Viele der heutigen Sportanlagen Wiens haben ihre Wurzeln in einer "Gstättn" am Stadtrand, die von ArbeiterInnen mangels anderer Alternative eigenhändig und notdürftig zu einem Sportplatz umgestaltet wurde.

"Bewundernswert und beispielhaft ist für mich auch aus heutiger Sicht der Wille und die Kraft zur Verwirklichung von Ideen, die bis dahin bestenfalls Visionen waren und die dennoch in wenigen Wochen und Monaten mit der sozialdemokratischen Mehrheit in Wien zum Wohle der Menschen umgesetzt wurden," so Beate Schasching, Präsidentin der ASKÖ-Wien, anlässlich der 90. Wiederkehr der Republikgründung und weiter: "Diese gute, wertvolle Tradition sollte eine Fortsetzung finden, immer dann, wenn es darum geht, den Lebensraum und das sportliche Umfeld der WienerInnen zu gestalten. Da stehen wir als ASKÖ bereit um die immer noch gültigen Ideale des Arbeitersports auch in die aktuelle Sportpolitik der Stadt ein zu bringen." (Schluss)

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