Hohe staatliche Auszeichnungen an verdienstvolle Wissenschafter

Hahn lobt großes persönliches Engagement und Vorbildwirkung

Wien (OTS) - Peter Gruber, Werner Pfannhauser, Leen Hordijk,
Herwig Imhof und Thomas Frühwald werden heute im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) mit hohen Auszeichnungen der Republik Österreich geehrt und ausgezeichnet. Wissenschaftsminister Johannes Hahn, der die Verleihung vornimmt, würdigt das große persönliche Engagement der Wissenschafter ebenso wie ihre Vorbildwirkung für junge Wissenschafter/innen und den bedeutenden Beitrag zur Stärkung des Forschungsstandortes Österreich.

Dr. Peter GRUBER, Universitätsprofessor an der TU Wien, wird heute mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Der Mathematiker zählt zu den weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der geometrischen Analyse. Neben seinen wissenschaftlichen Arbeiten in hoch angesehenen internationalen Journalen war ihm stets die Förderung junger Wissenschafter/innen ein großes Anliegen. Mehrere seiner Schüler/innen sind denn auch Professor/innen an europäischen und amerikanischen Universitäten geworden. Durch sein unermüdliches Wirken hat er zweifellos zu einem weltweiten Ansehen der "österreichischen" Mathematik beigetragen. Er ist Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, aber auch der russischen sowie Ehrenmitglied der Accademia Nazionale di Scienze, Lettre e Arti in Modena.

Die gleiche Auszeichnung bekommt Dr. Werner PFANNHAUSER, Institutsvorstand für Lebensmittelchemie und -technologie an der TU Graz. Begonnen hat seine wissenschaftliche Karriere mit einem Forschungsauftrag am TGM Wien als Angestellter der Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft. Doch schon bald wechselte der Chemiker an die Universität Wien und übernahm später die Leitung des Forschungslabors am Forschungsinstitut der Ernährungswissenschaft. 1984 erhielt Pfannhauser die Befugnis als Lebensmittelgutachter, nur vier Jahre später die Lehrbefugnis als Universitätsdozent für Analytische Chemie an der TU Wien. Wissenschaftlicher Leiter der Lebensmittelversuchsanstalt, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung, Mitglied der External Advisory Group der Europäischen Kommission und Obmann der Arbeitsgruppe Lebensmittelchemie sind weitere Karrierestationen des Professors.

Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse erhält heute Professor Leen HORDIJK, PdD. Der Direktor des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg von 2002 bis 2008 hat wesentlich zur internationalen und wissenschaftlichen Reputation jenes Instituts beigetragen:
Deutschland kehrte wieder als Mitglied zurück und neun weitere sind beigetreten, was wiederum für den Nord-Süd-Dialog wichtig ist. Außerdem bieten sich nun neue Forschungskooperationen mit dem asiatischen Raum. Die Beteiligung an EU-Forschungsprojekten beeinflussen übrigens die angestrebten österreichischen Rückflüsse aus EU-Mitteln äußerst positiv. Hordijk hat die Zusammenarbeit mit den österreichischen Wissenschafter/innen im Klimabereich intensiviert und die Vernetzung bei der Energieforschung weiter gestärkt. Im Rahmen des IIASA-Young Scientists´ Summer Program bemühte sich Hordijk jeweils um die Einbindung höchstrangiger Wissenschafter/innen auf Nobelpreisträgerniveau. Erst im Vorjahr organisierte er eine wissenschaftliche Konferenz zum Thema "Global Development: Science and Policies for the Future", womit Österreich abermals international als herausragender Forschungsstandort wahrgenommen wurde.

Auch Dr. Herwig IMHOF, Universitätsprofessor der Medizinischen Universität Wien und Vorstand der Universitätsklinik für Radiodiagnostik, ist künftig Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Der Start seiner wissenschaftlichen Karriere war in Chicago bevor Professor Imhof als Assistenzarzt an der I. Medizinischen Universitätsklink in Wien engagiert wurde und dort im Lauf der Jahre an mehreren Instituten tätig war, u.a. am Institut für Pathologie und jenem der Radiodiagnostik. 1989 wurde Imhof zum Außerordentlichen Professor für Radiologie mit besonderer Berücksichtigung der Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin an der Universität Wien ernannt. Wissenschaftliche Verdienste erwarb er sich insbesondere in der Magnetresonanzdiagnostik. So leitete er beispielsweise die Inbetriebnahme des ersten MR-Geräts im AKH Wien. Ausdruck seines weltweiten Rufs ist der international anerkannte Forschungsstandpunkt "Hochfeld-MR-Diagnostik", d.h. dass Imhof als Einziger in Österreich und als einer von Wenigen in Europa ein 7-Tesla-Gerät betreibt. 10 Jahre lang bis 2004 war Imhof übrigens Vorsitzender der Großgerätekommission im BMWF.

Und Dr. Thomas FRÜHWALD ist ab heute `Professor´. Er ist derzeit stationsführender Oberarzt der Abteilung für Akutgeriatrie des Krankenhauses Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel. Nach seiner Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin in Österreich und der Schweiz war er zunächst geschäftsführender Oberarzt am Haus der Barmherzigkeit in Wien und von Anbeginn an der Entwicklung der Fachgesellschaft für Geriatrie und Gerontologie in Österreich beteiligt. Dadurch konnte er ein entsprechendes Netzwerk aufbauen und genießt nicht zuletzt als "geriatrischer Außenminister Österreichs" hohes Ansehen bei seinen Kolleg/innen in aller Welt. Im Rahmen von Lehraufträgen widmet er sich vor allem auch den Nachwuchswissenschafter/innen, wobei ihm die "Ernährung alter Menschen" und die "Bioethik" ein besonderes Anliegen sind, genauso wie die Konfrontation mit dem Thema Geriatrie für Kolleg/innen aus allen Fachgruppen. Als Mitglied des Beirats für Altersmedizin ist Dr. Frühwald, übrigens ein überragendes Sprachtalent, in die Entwicklung integrierter Betreuungsstrategien im Umgang mit alten Menschen in Österreich involviert.

"Ich freue mich diese für den Forschungsstandort Österreich so wichtigen Persönlichkeiten für ihr außergewöhnliches Engagement mit diesen hohen Auszeichnungen würdigen zu dürfen", gratuliert Wissenschaftsminister Hahn.

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