"Gold" für Toni Stricker und Gerhard Haderer

Wien (OTS) - "Zwei unverwechselbare Künstler" wurden heute, Mittwoch, im Wiener Rathaus von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny ausgezeichnet: Komponist und Musiker Toni Stricker erhielt die "Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold", Gerhard Haderer das "Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien".

Toni Stricker habe mit der Musik des pannonischen Raums eine welthistorische Leistung erbracht, so Mailath. Und Gerhard Haderer würdigte Gerhard Haderer als Karikaturist von europäischem Rang: "Er hat nicht nur eine spitze Feder, sondern auch eine spitze Zunge, wie man auch an seinen öffentlichen Wortmeldungen merkt".

Auch Univ.-Prof. Bernd Lötsch, Direktor des Naturhistorischen Museums, ging in seiner Laudatio auf Toni Stricker auf die Bedeutung des pannonischen Raums ein und bezeichnete Toni Stricker als Pannonier, österreichischen Südfranzosen und Weltbürger: Seine Musik entsteht zu inneren Bildern, Gefühlen und Gedanken. Das Instrument wird zur verlängerten Seele".

"Gerhard Haderer ist ein zeichnender Erzähler, der polarisiert und gefürchtet wird", betonte Mag.a Gertraud Knoll, Abg. Zum Nationalrat a. D., in ihrer Laudatio: "Der Wirkungskraft seiner Skizzen, Cartoons und Comics kann man sich nicht entziehen. Atmosphärische Stimmungen, Wortspenden, Charaktereigenschaften, mimischer Ausdruck, Erbärmliches wie Berührendes - nichts entgeht ihm".

In seinen Dankesworten bedankte sich Gerhard Haderer besonders bei Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der ihm in der schwierigen Zeit, in der er wegen seines Buches "Das Leben des Jesus" angefeindet wurde, als einziger beigestanden habe und der öffentlich "Standards einer aufgeklärten Öffentlichkeit" eingefordert hätte.

Biographie Toni Stricker

Toni Stricker wurde 1930 in Wien geboren. Im Alter von sechs Jahren erhielt er bereits Geigenunterricht, den er später am Konservatorium der Stadt Wien mit einer klassischen Ausbildung fortsetzte. Er spielte in zahlreichen Jazzbands und tourte durch Österreich und die Schweiz. In dieser Zeit begann Stricker auch zu komponieren und zu arrangieren.

Toni Stricker entdeckte seine Leidenschaft für das Burgenland und entwickelte den pannonischen Musikstil, der Volksmusik und Jazz verbindet. Diese Musik wurde besonders erfolgreich, auch durch die Tatsache, dass Stricker als sein eigener Interpret mit virtuosem Geigenspiel in Erscheinung trat. Daneben wurde Stricker zum geschätzten Komponisten für Bühnen-, Film- und Fernsehspielmusiken und arbeitete mit Größen wie André Heller, Erika Pluhar, Maximilian Schell, Otto Schenk, Agnes Baltsa oder Edita Gruberova zusammen.

In den letzten Jahren entstand eine Fülle von CDs mit ausschließlich eigenen Kompositionen, die die Ausdruckswelt des Musikers in immer neuen Facetten zeigen. 2008 komponierte er sein erstes geistliches Werk, die "Pannonische Messe".

Biographie Gerhard Haderer

Gerhard Haderer wurde 1951 in Leonding/Oberösterreich geboren.

Nach der Fachschule für Gebrauchs- und Werbegrafik in Linz arbeitete er mehrere Jahre als Werbegrafiker. Im Anschluss daran absolvierte er eine Graveurlehre in Stockholm. Haderer arbeitete zuerst als Dekorateur, anschließend als Grafiker und Illustrator für verschiedene Werbeagenturen. 1984 begann er, satirische Zeichnungen zu erstellen, seit 1985 sind seine satirischen Zeichnungen und Karikaturen regelmäßig in Zeitschriften und Magazinen wie "Stern", "profil", "Geo", "Titanic", "Wiener" und "Trend" zu sehen.

Haderer veröffentlichte auch eine Reihe von Büchern, darunter "Sehr verehrte Österreicher" (mit Josef Hader, 1987), "Leselust und Lesefrust. Zeichnungen und Zitate" (1996), "Die letzte Märchenprinzessin" (mit Robert Menasse, 1997), "Jörgi, der Drachentöter. Ein Bilderbuch für Kinder und Erwachsene" (mit Leo Lukas, 2000), "Das Leben des Jesus" (2002), "Von Hunderln und Menschen" (2003), "Alles Essen" (2005) und "Alles Liebe" (2005).

Haderer liefert auch die Entwürfe für die Puppen des als Kasperltheater für Erwachsene inszenierten Stücks "Bei Schüssels" und "Bei Gusenbauer" der Kulttruppe Maschek im Rabenhof. (Schluss) rar

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