Kapitalmarktbeauftragter Schenz zu Schliessungsverbot für Postfilialen

Mit Populismus löst man keine wirtschaftspolitischen Probleme! Politik soll sich aus privatisierten Betrieben heraushalten!

Wien (OTS) - Der Kapitalmarktbeauftragte der Bundesregierung Dr. Schenz erinnert im aktuellen Streit um die Schliessung von Post-Filialen daran, dass der Wahlkampf schon lange beendet und das Unternehmen bereits teilweise privatisiert ist.

Schenz: "Die Post AG ist bereits im Jahre 2006 mit Erfolg zu 49 Prozent unter einer namhaften Beteiligung der Mitarbeiter privatisiert worden. Das Unternehmen stellt einen dividendenstarken, stabilen Wert an der Wiener Börse dar. Alle Aktionäre haben ein Recht darauf, dass das Unternehmen weiterhin nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführt wird. Allen Stakeholdern einschliesslich der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist am besten durch eine nachhaltige, an betriebswirtschaftlichen Kriterien orientierte Unternehmensführung gedient!"

Schenz weiters: "Es kann und darf nicht länger Aufgabe der Politik sein, dem Management eines börsenotierten Unternehmens in das Tagesgeschäft hineinzureden! Im Fall der Post ist die vorrangige Aufgabe der Politik darauf beschränkt, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass das Unternehmen auch im nächsten Jahrzehnt wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Ausschliesslich unter diesem Gesichtspunkt wird die geplante Verordnung zur Änderung der Universaldienstverordnung zu beurteilen sein."

Schenz abschliessend: "Ich appelliere eindringlich an die Politik, sich aus betriebswirtschaftlichen Entscheidungen börsenotierter Unternehmen herauszuhalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Vorstände der Post AG lediglich die Schliessung hunderter Postämter ohne jede Ausgleichsmassnahme plant. Dieser Eindruck ist offenbar durch Indiskretionen und medial verbreitete Halbwahrheiten herbeigeführt worden. Normalerweise hat ein Management Interesse daran, sein Geschäft auszuweiten. Ich bin daher fest davon überzeugt, dass das Management der Post in diesem Sinne "seine Köpfe rauchen lässt". Eine flächendeckende Versorgung kann auch durch qualitativ ansprechende Post-Partnerschaften gewährleistet werden, für die es in Österreich bereits zahlreiche Beispiele gibt!"

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Dr. Heinrich Traumüller
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