Müllendorf: Kein Zusammenhang zwischen Mobilfunk und Gesundheitsproblemen

Klage gegen T-Mobile und mobilkom austria wurde abgewiesen

Wien (OTS) - Das seit mehreren Jahren laufende Gerichtsverfahren gegen T-Mobile Austria und mobilkom austria fand vor kurzem ein Ende. Basierend auf mehreren Fachgutachten wies das Landesgericht Eisenstadt die Klage des Gemeindearztes Dr. Reinhold Jandrisovits ab. Das Urteil ist rechtskräftig.

Kein Zusammenhang zwischen Erkrankungen und Mobilfunk

Dr. Jandrisovits hatte T-Mobile und mobikom austria in seinem wie auch im Namen einiger Gemeindebürger ohne stichhaltige Argumente auf Unterlassung des Betriebs der Mobilfunkanlagen sowie auf Schadenersatz geklagt. Im Laufe des Verfahrens wurden verschiedenste Theorien als Gründe für die von Dr. Jandrisovits vermuteten gehäuften Erkrankungen in seiner Gemeinde präsentiert. Die im Auftrag des Gerichts eingeholten umweltmedizinischen sowie elektrotechnischen Fachgutachten konnten jedoch keinen Zusammenhang mit dem Betrieb der Sendeanlagen erkennen, sondern dass im Gegenteil nach derzeitigem Wissensstand derartige Beeinträchtigungen unwahrscheinlich beziehungsweise bei Durchschnittsmenschen überhaupt auszuschließen seien. Das Gericht befand abschließend, dass nicht festgestellt werden konnte, dass die von den Basisstationen in Müllendorf ausgehenden Immissionen die Beschwerden des Klägers und die damit in Zusammenhang stehenden Schäden verursacht haben oder verursachen.

T-Mobile Austria hält daher die bereits 2005 erhobene Forderung aufrecht, dass endlich auch andere Ursachen untersucht werden sollten. "Der Gemeindearzt stellt seit einigen Jahren eine steigende Anzahl von Erkrankungen fest. Wenn seine Fragebogenerhebungen korrekt sind, ist man es der Bevölkerung schuldig, nach den Ursachen zu suchen," so DI Christian Laqué, Bereichsleiter Technik T-Mobile Austria. "Das Urteil ist eine weitere Bestätigung der jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse, wonach Mobilfunk bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte nicht gesundheitsgefährdend ist."

Der Standort der Mobilfunksendeanlage an der Autobahnabfahrt wurde bereits mehrere Jahre untersucht. Eine von Seiten der Gemeinde Müllendorf eingebrachte Räumungsklage wurde vor kurzem durch den OGH rechtskräftig beendet - die Sendeanlage bleibt an ihrem Platz.

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