PRÖLL: Klimawandel kann regionale Probleme bei der Wasserversorgung mit sich bringen

Neue Broschüre über Klimafolgenforschung beim Wasserhaushalt

Wien (OTS) - Die neue Publikation "Auswirkungen des Klimawandels
auf die Wasserwirtschaft", die vom Lebensministerium gemeinsam mit dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) herausgegeben wurde, gibt eine Übersicht über mögliche durch den Klimawandel bedingte Veränderungen des Wasserhaushaltes in Österreich. "Obwohl Österreich im Vergleich mit anderen europäischen Regionen in der günstigen Lage ist, ausreichend Wasser verfügbar zu haben, müssen wird mögliche Veränderungen durch den Klimawandel verfolgen und Vorkehrungen treffen, um eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung sicherzustellen", so Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll zu der neuen Broschüre.

Die aktuellen Forschungsberichte zeigen einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass die globale Erwärmung vom Menschen beeinflusst und zu einer Herausforderung der Bevölkerung im 21. Jahrhundert geworden ist. Der weltweite Wandel des Klimasystems hat Auswirkungen auf Natur, Gesellschaft, Wirtschaft - und insbesondere auch auf die Wasserwirtschaft.

Bis zum Ende dieses Jahrhunderts wird die Lufttemperatur im Durchschnitt bis zu 4,5 Grad Celsius ansteigen. Man nimmt an, dass die Erwärmung im Sommer noch ausgeprägter sein wird. Weiters geht man davon aus, dass die Sommerniederschläge tendenziell abnehmen, während die Winterniederschläge zunehmen. Durch die erhöhte Temperatur geht der Schneeanteil am Niederschlag deutlich - das heißt bis zu 50 Prozent - zurück und die Klimazonen verschieben sich im Alpenraum um 400-600 Höhenmeter bergwärts. Die Anzahl der Frosttage und die Tage mit Schneebedeckung im Talbereich gehen ebenfalls zurück.

Die Siedlungswasserwirtschaft wird in einigen Gebieten, wie etwa im Nordosten Österreichs, infolge der verstärkten Niederwässer und der erhöhten Wassertemperaturen mit weiteren Anforderungen an die Reinigungsleistung von Kläranlagen konfrontiert werden. In diesen Gebieten kann es auch zu quantitativen und qualitativen Problemen bei der Wasserversorgung kommen. In Bezug auf Extremereignisse wie Hochwasserereignisse besteht kein einheitliches Bild. Potentiell besteht die Möglichkeit für verstärkte Starkregenereignisse, doch es können hier keine eindeutigen Aussagen getroffen werden.

Die Publikation kann unter
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