GPA-djp Katzian zu Handelsverband Mumelter: Keine Einmalzahlungen statt Gehaltserhöhungen

Forderung nach nachhaltiger Gehaltserhöhung aufrecht

Wien (GPA-djp/ÖGB) - Man könne sich die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf andere Branchen auch "herbeireden", es werde nur nichts bringen, reagiert der Vorsitzende der GPA-djp Wolfgang Katzian auf die ständigen wirtschaftlichen Negativszenarien, die dem Lohndumping das Wort reden: "Wer sich andauernd hinter allgemeinen Zahlen und Katastrophenmeldungen versteckt, löst keine Probleme."++++

Katzian bekräftigt seine gestern in einer Pressemitteilung gestellte Forderung auf einen ordentlichen Kollektivvertragsabschuss für die in der österreichischen Wirtschaft auch als KonsumentInnen so wichtigen ca. 500.000 Handelsangestellten. Vom Unternehmenserfolg abhängige Einmalzahlungen als Ersatz für dringend notwendige nachhaltige Gehaltserhöhungen für die Handelsangestellten stehen nicht auf der gewerkschaftlichen Forderungsagenda. Zuletzt gut verdienende Handelsunternehmungen wie etwa IKEA können mit ihren BetriebsrätInnen und der GPA-djp ohne große Probleme einen nachhaltigen Kollektivvertragsabschluss durch betriebliche erfolgsabhängige Prämien oder Einmalzahlungen ergänzen.

"Wenn sich der Geschäftsführer des Handelsverbandes schon Sorgen um die Handelsangestellten macht, dann hätte er in manchen seiner Mitgliedsbetrieben genügend Möglichkeiten nicht nur Umsätze, Gewinne und KonsumentInnen zu sehen, sondern sollte gelegentlich auch die Arbeitssituation der Handelsangestellten in seine Argumentation mit einbeziehen", so Katzian weiter.

Einmalzahlungen helfen vor allem den großen Handelsunternehmen mit ihren nach wie vor guten betriebswirtschaftlichen Ergebnissen auf Kosten der Beschäftigten Geld zu sparen. Sie bringen die BezieherInnen niedrigerer Einkommen um wichtige nachhaltige Gehaltszuwächse für die nächsten Jahre. Um die gestiegenen Lebenshaltungskosten längerfristig zu bewältigen reichen Einmalzahlungen nicht aus.

"Ich lade den Handelsverband ein, das Instrument der Einmalzahlungen bei den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen für die Handelsangestellten gleich wieder zu vergessen, der Niedriglohn-bzw. Dienstleistungsbereich ist dafür gänzlich ungeeignet. Gleichzeitig ersuchen wir den Geschäftsführer des Handelsverbandes mitzuwirken, dass in Handelsunternehmen mit nachweislich überdurchschnittlichen Betriebsergebnissen nach Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen auf Betriebsebene mit ihren BetriebsrätInnen über eine gerechtere Verteilung des gemeinsam erwirtschafteten Erfolges nachgedacht wird", so Katzian abschließend.

ÖGB, 12. November 2008 Nr. 657

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