Schmuck-"Glanzstücke" der Wiener Werkstätte im Wien Museum

Wien (OTS) - Rund 40 "Glanzstücke" zeigt das Wien Museum vom 13. November 2008 bis 22. Februar 2009 in einer Ausstellung zum Thema "Emilie Flöge und der Schmuck der Wiener Werkstätte". Die in Kooperation mit der Neuen Galerie New York erstellte Schau präsentiert rare Werke der Schmuckkunst, Einzelstücke von Josef Hoffmann bis Dagobert Peche aus amerikanischen und österreichischen Privatsammlungen, darunter auch sechs Schmuckstücke, die Gustav Klimt seiner Weggefährtin Emilie Flöge geschenkt hat, die eine der zentralen Figuren der Erneuerungsbewegung in Mode und Kunsthandwerk im Wien um 1900 war. Die Ausstellung widmet sich damit einem wichtigen Teilaspekt des Themas Wien um 1900, der Revolutionierung des Kunsthandwerks, so Dir. Wolfgang Kos.****

Der von Emilie Flöge mit ihrer Schwester gemeinsam geführten Modesalon in der "Casa Piccola" am Beginn der Mariahilfer Straße war ein Zentrum nicht nur neuer Entwicklungen in der Mode und im Design, sondern eines neuen Lebensgefühls und Treffpunkt einer elitären Schicht vor allem des jüdischen Bürgertums, das sich von alten Geschmackstraditionen emanzipierte. Emilie Flöge stellte sich selbst als Fotomodell für die Schmuckstücke der Werkstätte zur Verfügung und verkaufte sie auch in ihrem Salon. Das Porträt Gustav Klimts von Emilie Flöge, Einblicke auf die makellos-kühle Jugendstilarchitektur ihres Salons, ein Möbelstück von Josef Hofmann, Fotos vom Attersee mit Gustav Klimt geben den Rahmen für die Hauptdarsteller der Schau, edelstes Kunsthandwerk: meist quadratisch geformte Broschen, Gürtelschließen, Kämme, Armbänder, Anhänger, Diademe von Hoffmann, Koloman Moser, Carl Otto Czeschka, Eduard Josef Wimmer-Wisgrill und Dagobert Peche. Weniger der Materialwert, sondern vor allem das Design, das die Abwendung von der opulenten Überladenheit markierte und die handwerkliche Kunstfertigkeit machten und machen diese Schmuckstücke zu "Glanzstücken" von zeitloser Eleganz. Mit dem Blick auf das Wien der 70er-Jahre, auf die Galerie am Graben von Inge Asenbaum mit Designerstücken dieser Ära schlägt die Schau auch eine Brücke in die jüngere Vergangenheit des Kunsthandwerks.

Die Ausstellung im ersten Stock des Wien Museums ist Dienstag bis Sonntag und Feiertag von 9 bis 18 Uhr zu sehen, am 25. Dezember 2008 und am 1. Jänner 2009 bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt kostet sechs Euro wochentags, an Sonntagen fünf Euro, es gibt eine Reihe von Ermäßigungen, darunter auch für Familien. Der informative und sehr schön illustrierte Katalog kostet 22 Euro.

o Weitere Informationen: Wien Museum Telefon: 505 87 47-85180 (9-13 Uhr) www.wienmuseum.at E-Mail: service@wienmuseum.at

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