SJÖ unterstützt Proteste der Postgewerkschaft

Post-Management und ÖIAG-Vorstand sollen endlich zurücktreten

Wien (OTS) - Unterstützung für die heutigen Proteste der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten kommt von der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ). SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi fordert den sofortigen Stopp der Personalabbau- und Filialschließungspläne des Post-Vorstandes: "Es ist feige und zynisch gegenüber den Beschäftigten, dass sich das Post-Management auf Sachzwänge im Zuge der Postmarktliberalisierung rausredet, nur um vom eigenen Versagen abzulenken. Die ländliche Versorgung mit Postdienstleistungen und der Schutz der tausenden Arbeitsplätze müssen außer Diskussion stehen. Angesichts ihrer Performance sind ÖIAG-Chef Michaelis und der Post-Vorstand rücktrittsreif!"

Moitzi weiter: "Die Notbremse von SPÖ-Chef Werner Faymann bringt etwas Zeit. Es ist aber vielmehr ein wirtschaftspolitisches Umdenken notwendig, denn seit der Teilprivatisierung der Post wurden bereits viel zu viele Filialen geschlossen und Arbeitsplätze vernichtet." Völlige wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Inkompetenz sieht Moitzi in den Reihen der ÖVP: "In den vergangenen Tagen ist die ÖVP nur dadurch aufgefallen, dass sie für das Postmanagement in die Bresche gesprungen ist. Da sieht man deutlich, für welche Interessen die ÖVP eintritt und das sind sicher nicht die Interessen der ArbeitnehmerInnen. Wenn das Management und die ÖVP weiter an dem "Strategiepapier" festhalten, unterstützen wir die Streikbemühungen der Gewerkschaft mit voller Kraft."

Abschließend fordert Moitzi ein klares Bekenntnis im Regierungsprogramm zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung mit hochwertigen und leistbaren Dienstleistungen und den Schutz von Arbeitsplätzen in staatsnahen Betrieben: "Die Zeit der Privatisierungen ist abgelaufen, das muss auch die ÖVP endlich einsehen. Öffentliches Eigentum ist keine Spielwiese für Privatisierungsfanatiker!"

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