Thomas Hampson bestätigt Totalrückzug aus Österreich.

Wegen Schikanen der Behörden.

Wien (OTS) - Thomas Hampson zieht sich zur Gänze aus seiner bisherigen Wahlheimat Österreich zurück und tritt auch nicht mehr an der Wiener Staatsoper auf. Das bestätigt der bedeutendste aktive Opern- und Konzertbariton in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe. "Meine Interessen liegen jetzt wieder stärker in Amerika. Ich gehe dorthin, wo ich meiner Berufung, der Kunst, am besten gerecht werden kann", erklärt Hampson dort lapidar.

Laut NEWS legt Hampson schon mit Jahresende die seit 2005 bestehende Zuzugsbegünstigung zurück, die seine Steuerangelegenheiten in der bisherigen Wahlheimat regelte. Die Wohnung an der Wiener Peripherie wurde verkauft und das Büro in der Walfischgasse nahe der Wiener Staatsoper aufgelöst. Die dort ansässige Hampson - Stiftung, eine musikwissenschaftliche Institution von internationalem Ruf, ist nach New York übersiedelt und entwickelt dort laut Hampson mit der Library of Congress, der Manhatten School of Music und den New Yorker Philharmonikern Forschungsprojekte.

An der Staatsoper, wo noch von großen Projekten (inklusive einer "Macbeth"-Premiere) die Rede war, tritt er nur noch ein Mal auf: in einer "Parsifal"- Vorstellung am letzten Juni-Tag des Jahres 2010, am Abschiedsabend Ioan Holenders.

Grund ist das schikanöse Vorgehen der österreichischen Behörden. Nach der erstinstanzlichen Verurteilung von Hampsons Lebensgefährtin Andrea Herberstein zu einer unbedingten Haftstrafe wegen vergleichsweise bescheidener Finanzvergehen wird nun in einer anderen, vom Sänger entschieden bestrittenen Sache auch gegen Hampson ermittelt: Er habe 2003 und 2004 zwar in Österreich gelebt, aber in den USA versteuert. Vor kurzem durchsuchte die Behörde laut NEWS in dieser Angelegenheit das Büro des Filmproduzenten Felix Breisach. Beschlagnahmt wurde Material für ein Fernsehporträt Hampsons, das weltweit gezeigt wurde und daher für jedermann einsehbar war.

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