Belakowitsch-Jenewein: Einwände gegen Kooperation Krankenhaus Gmünd mit Tschechien

Finanzierung völlig offen - Kassen droht durch derlei Projekte der Todesstoß

Wien (OTS) - "Angesichts der dramatischen Finanzsituation der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse ist es absolut unverständlich, dass der Gesundheitslandesrat über die Behandlung von Patienten aus dem benachbarten Tschechien nachdenke", bezog sich heute FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein auf dementsprechende Überlegungen.

Die Finanzierung einer solchen Kooperation sei völlig offen, so Belakowitsch-Jenewein. Wenn es nach den Plänen der EU gehe, sollten die landesüblichen Tarife bezahlt werden.

"Das österreichische Gesundheitssystem gilt als eines der besten weltweit, daher wird das Krankenhaus Gmünd voraussichtlich von tschechischen Patienten überrannt werden", prognostizierte die freiheitliche Gesundheitssprecherin. Immerhin fast 90% der österreichischen Patienten hätten den Wunsch, in Österreich behandelt zu werden, eine Schieflage zugunsten der Tschechen in Österreich sei daher jetzt schon vorherzusehen.

"Im Übrigen lehnt die FPÖ die von der Europäischen Union geplante Gesundheitsrichtlinie ab, da diese das Ende des österreichischen Gesundheitssystems bedeuten würde", hielt Belakowitsch-Jenewein fest. "Patienten aus ganz Europa würden die österreichischen Krankenhäuser stürmen, die Finanzierung wäre aber weit unter dem Niveau, was den ohnehin maroden Kassen den Todesstoß versetzen würde. Offensichtlich soll in Niederösterreich in vorauseilendem Gehorsam ein erster Schritt in diese Richtung erfolgen."

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