WienTourismus: Panikmache unangebracht

Wien (OTS) - Heftig dementiert der WienTourismus Meldungen, laut denen die internationale Finanzkrise den Kongresstourismus in Wien ins Wanken brächte. Insgesamt bestehe derzeit kein Anlass für Panikmache im Städtetourismus generell, sondern für vorbeugende Maßnahmen, die mit kühlem Kopf und ruhiger Hand vorzubereiten seien, kommentiert am Mittwoch Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner die Lage.

"Mit Befremden habe ich heute medial verbreitete 'Ferndiagnosen' zum Städtetourismus, insbesondere zu Wien, zur Kenntnis genommen, deren Inhalt ich nur als unangebrachte Panikmache abqualifizieren kann", so der Wiener Tourismusdirektor Norbert Kettner. "Dass sich die internationale Finanzkrise auf den globalen Tourismus auswirken wird und auch unser Land davon nicht verschont bleiben kann, liegt auf der Hand, aber deshalb gleich die Nerven wegzuwerfen und die Lage schlechter zu reden als sie ist, halt ich für kontraproduktiv. Die Städte sind der touristische Motor unseres Landes, das ohne sie touristisch stagnieren würde: Von 1995 bis 2007 hätte Österreich ohne die neun Landeshauptstädte ein Nächtigungswachstum von lediglich o,2 % vorzuweisen gehabt. Mit den Städten konnte landesweit immerhin ein Plus von 3,7 % erzielt werden, und die Städte allein betrachtet, haben bei den Nächtigungen um 36,7 % zugelegt. Dass sich das Wachstum verlangsamt, ja phasenweise auch Rückgänge in Kauf zu nehmen sind, gehört zum Geschäftsleben dazu, doch dem ist zu begegnen, indem man mit kühlem Kopf und ruhiger Hand Gegenstrategien entwickelt. Unrealistischer Pessimismus ist dabei ebenso schädlich wie übertriebener Optimismus."

Aussagen, denenzufolge Wiens Kongresstourismus durch die Finanzkrise gefährdet sei, hält Christian Mutschlechner, Leiter des Kongressbüros im WienTourismus, Folgendes entgegen: "Nicht nur, dass wir bis dato kein einziges Kongress-Storno hatten, das Kongressgeschäft für 2009 boomt geradezu. Im September nächsten Jahres sind Wiens Kongress-Locations sogar bereits so gut wie ausgebucht. Wir sehen jedenfalls einem Kongress-Jahr entgegen, das das heurige bei weitem übertreffen wird, das durch die Fußball-EM erwartungsgemäß den Rekord des Vorjahres nicht erreichen wird."**** (Schluss) wtv

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