Gesundheitsstadträtin Wehsely lädt zum 3. Wiener Alzheimertag

Prof. Dr. Franz Böhmer erhält Alois Alzheimer-Preis 2008

Wien (OTS) - Die Lebenserwartung der WienerInnen steigt dank der guten medizinischen Versorgung kontinuierlich an. Damit wächst auch die Zahl der Demenzerkrankungen. Derzeit leiden in Österreich rund 100.000 Menschen an Formen von Demenz, rund 70.000 davon an Alzheimer. Die Alzheimer-Krankheit befällt jene Teile des Gehirns, die unter anderem für Denkfähigkeit, Gedächtnis, Sprache und räumliches Orientierungsvermögen verantwortlich sind. "Alzheimer ist eine der größten medizinischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts", unterstreicht am Mittwoch die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely. Wien stellt sich dieser Herausforderung. Wehsely lädt daher zur europaweit größten öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema geistige Gesundheit im Alter ins Wiener Rathaus: "Vorsorge, Früherkennung und optimale Behandlung sind die wichtigsten Punkte, und dazu bekommen Sie beim 3. Wiener Alzheimertag alle Informationen an einem Ort."

Umfangreiches Betreuungsangebot für Demenzkranke und Angehörige in Wien

Anlässlich des 3. Wiener Alzheimertages am 22. November im Wiener Rathaus verweist Wehsely auf das umfangreiche Betreuungsangebot für Demenzkranke und deren Angehörige in Wien. Früherkennung und möglichst rasche Behandlung seien besonders wichtig. "Obwohl bis heute keine Heilung der Krankheit möglich ist, können der Krankheitsfortschritt gebremst, die Symptome gemildert und die Lebensqualität von Betroffenen und Angehörigen deutlich erhöht werden", so Wehsely. Zur Früherkennung und Abklärung von Gedächtnisstörungen stehen in Wien die Memory-Kliniken im Donauspital, im Pflegehaus Am Wienerwald, im AKH Wien sowie das Gerontopsychiatrische Zentrum des Psychosozialen Diensts Wien zur Verfügung. Überdies gibt es für Alzheimer-PatientInnen spezialisierte Tageszentren in Wien, wo regelmäßige Gedächtnistrainings abgehalten werden. Eine telefonische Erstberatung erhält man beim Psychosozialen Dienst der Stadt Wien unter der Telefonnummer 01/ 313 30. Hier bekommen auch betreuende Angehörige rasch Rat und Hilfe.

Die Stadt Wien erweitert in den kommenden Jahren ihr Angebot für an Demenz erkrankte Menschen. Bis 2015 errichtet die Stadt Wien neun neue Wohn- und Pflegehäuser, die den besonderen Bedürfnissen von an Demenz erkrankten Menschen Rechnung tragen. Dafür investiert die Stadt Wien über 350 Millionen Euro zusätzlich zu den 681 Millionen Euro, die im Jahr für ambulante und stationäre Pflege ausgegeben werden. "In Wien bekommen alle Menschen einen Pflegeplatz, die einen brauchen, unabhängig von Einkommen, Herkunft und Geschlecht. In Wien gibt es auch keinen Regress, damit müssen Kinder nicht für die Kosten für die Pflege und Betreuung der Eltern aufkommen", betont Wehsely.

Alois Alzheimer-Preis 2008 geht an Prof. Dr. Franz Böhmer

Am 22. November 2008 wird der Alois Alzheimer-Preis bereits zum dritten Mal vergeben. Die Wahl der Jury ist auf Prof. Dr. Franz Böhmer gefallen. Gesundheitsstadträtin Wehsely: "Prof. Dr. Franz Böhmer, der langjährige Ärztliche Direktor des SMZ-Sophienspitals hat sich besonders um die Einbeziehung der Geriatrie in die ÄrztInnenaus-und -fortbildung bemüht und auch für eine verstärkte Wahrnehmung der Folgen von Demenzerkrankungen beigetragen." Der Alois Alzheimer-Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und geht an Personen, die sich durch herausragende wissenschaftliche, publizistische oder individuelle Leistungen um das Thema Alzheimer verdient gemacht haben. (Schluss) baj

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