15 Jahre Jüdisches Museum: Jubiläumsprogramm im Überblick

Tag der offenen Tür am 23.11. - Neue Dauerleihgabe: "Velociped" von Theodor Herzl - Torberg-Schau bis 8.3.09

Wien (OTS) - Das Jüdische Museum Wien feiert am 18. November 08
den 15.Jahrestag der Eröffnung des Palais Eskeles. Aus diesem Anlass hat das Museum ein Festprogramm vorbereitet, das allen die Gelegenheit bietet, das Museum und seine vielfältigen Aktivitäten näher kennen zu lernen. Besondere Highlights bilden neben dem Tag der offenen Tür am Sonntag, 23.11., eine Lesung mit Michael Heltau, kostenfreie Sonderführungen für Groß und Klein sowie die Präsentation sonst nicht öffentlich zugänglicher Objekte, die teilweise noch aus den Sammlungen des weltweit ersten Jüdischen Museums in Wien stammen, das 1938 gewaltsam geschlossen wurde. Präsentiert wird erstmals auch eine besondere Dauerleihgabe: das "Velociped" aus dem persönlichen Besitz von Theodor Herzl, dem Begründer des politischen Zionismus. Das Fahrrad wurde dem Jüdischen Museum großzügigerweise vom Literaturmuseum Altaussee zur Verfügung gestellt.

Das zu den Kulturbetrieben der Wien Holding zählende Jüdische Museum (1., Dorotheergasse 11) ist von Sonntag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Die aktuelle Wechselausstellung "Die Gefahren der Vielseitigkeit. Friedrich Torberg zum 100. Geburtstag" wurde verlängert und ist nun bis zum 8. März 2009 zu sehen. Der Eintritt beträgt 6,50 / 4 Euro ermäßigt. Schulklassen haben freien Eintritt, Führungen und pädagogische Programme: Tel.: +43-1-535 04 31-311, 312 bzw. kids.school@jmw.at.

Die Fotoausstellung "Israel. 60 Jahre - 60 Bilder. Aus David Rubingers Fotoarchiv" wurde ebenfalls verlängert und ist bis 11. Jänner 2009 im Museum Judenplatz (1010 Wien, Judenplatz 8) zu sehen. Die Außenstelle des zu den Kulturbetrieben der Wien Holding zählenden Jüdischen Museums ist von Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4,- / 2,50 Euro ermäßigt.

Das Programm im Detail

o Mittwoch, 19.11.2008 16.30-17.30 Uhr: Mehr als "Tante Jolesch" Kuratorenführung durch die Wechselausstellung "Die Gefahren der Vielseitigkeit" zu Leben und Werk von Friedrich Torberg. Mit Marcus G. Patka 17.30 Uhr: Restaurieren, nicht rekonstruieren.

Die Sammlungen des Museums bilden einen wichtigen Teil des österreichischen kulturellen Erbes. In den vergangenen 15 Jahren wurden sie intensiv beforscht und wissenschaftlich erschlossen. Mit der historischen Aufarbeitung ist jedoch nicht alles getan, muss doch auch für die Erhaltung der Objekte Sorge getragen werden und bedürfen viele der Sammlungsgegenstände heute der Restaurierung. Eine kleine Auswahl dieser sonst öffentlich nicht zugänglichen, doch historisch bedeutsamen Objekte stellen wir erstmals vor. Mit Chefkuratorin Felicitas Heimann-Jelinek

o Donnerstag, 20.11.2008 18.00-19.00 Uhr: "Die Unterstützung der Armen ist keine Gnadengabe ..."

Großbürgerliche jüdische Familien in Wien, wie Wilhelm und David Gutmann, die Familien Rothschild, Springer und Todesco beteiligten sich mit großem Engagement an wohltätigen Werken in der Gesellschaft. Sie gründeten und finanzierten Spitäler, Schulen und andere Sozialeinrichtungen. Davon berichten bedeutende Objekte der Sammlung. Mit Gerhard Milchram.

o Donnerstag, 20.11.2008 19.00 Uhr: Lesung mit Michael Heltau Michael Heltau liest aus Joseph Roths "Radetzkymarsch" und signiert im Anschluss seine Biografie "Auf Stichwort: Michael Heltau". Im Rahmen der Lesefestwochen der Buch Wien o Freitag, 21.11.2008 16.30-17.30 Uhr: Mehr als "Tante Jolesch" Kuratorenführung durch die Wechselausstellung "Die Gefahren der Vielseitigkeit" zu Leben und Werk von Friedrich Torberg. Mit Marcus G. Patka 17.30-18.00 Uhr: Theodor Herzl und das Radfahren

Um die Jahrhundertwende entwickelte sich das Fahren mit dem sogenannten Velociped zu einem Trendsport, der Unabhängigkeit von den öffentlichen Verkehrsmitteln und Individualität versprach. Der moderne Bürger der Jahrhundertwende nahm diese neue Fortbewegungsmöglichkeit nach anfänglicher Skepsis mit wachsender Begeisterung an. Der Schriftsteller Arthur Schnitzler war es, der Theodor Herzl zum Fahrradfahren animierte. In einen Brief an Herzl schrieb er: "Der Strohhalm, mit dem ich mich an die Lebensfreude klammere, ist augenblicklich das Bicycle", und legte damit den Grundstein für Herzls Begeisterung für das Velociped. Bei seinen Touren benutzte Herzl ein "Opel Victoria Blitz" Fahrrad, das damals als ein Topsportgerät galt. Das historisch einmalige Objekt - vom Literaturmuseum Altaussee zur Verfügung gestellt - wird erstmals in Wien präsentiert. Mit Gerhard Milchram.

o Sonntag, 23.11.2008 10.00 - 18.00 Uhr: Tag der offenen Tür im Palais Eskeles und im Museum Judenplatz 10.00 Uhr: Special am Judenplatz (1, Judenplatz 8 )

Mit der Ausgrabung der Synagoge am Judenplatz war die archäologische Arbeit im Gebiet um den Judenplatz nicht abgeschlossen. In den letzten Jahren wurde vor allem in den umliegenden Häusern geforscht und neue Erkenntnisse zur Baugeschichte des mittelalterlichen jüdischen Viertels wurden gewonnen. Ausgehend vom archäologischen Schauraum im Museum Judenplatz erläutert der Baufachmann und Archäologe Paul Mitchell den Stand der Forschung und führt zu ausgewählten Plätzen in der Umgebung.

o 14:00 Uhr: Führung im Museum Judenplatz o 14.00-17.00 Uhr: Hören - Sehen - Riechen (für Menschen ab 6)

An diesem Sonntag hört ihr Geschichten über den Unterschied zwischen dem Wochenende und dem Rest der Woche. Ihr seht Gegenstände, die mit diesem Unterschied zu tun haben und an denen man riechen soll. Ihr bastelt sie nach und wir stellen sie aus.
Im Rahmen der familientage (in Kooperation mit wienXtra)

o 15:00: Führung durch die Wechselausstellung "Die Gefahren der Vielseitigkeit" zu Leben und Werk von Friedrich Torberg. o 16:00 Uhr: Führung durch die Dauerausstellungen.

Wenn nicht anders angegeben finden alle Programme im Palais Eskeles (1., Dorotheerg. 11) statt. (Schluss) sta

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