Solarwärme profitiert von Finanzkrise

Wien (OTS) - Nur wenige Branchen können die Finanzkrise gelassen nehmen. Die Solarwärme-Branche ist eine davon. Die Zahl der neuen Anlagen ist in den Monaten Juli bis September um fast zwei Drittel gestiegen. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht die Erneuerbare Energie jetzt im Kommen.

Im dritten Quartal sind die Förderanträge für Solarwärmeanlagen in Österreich um fast zwei Drittel auf 6.047 Anträge gestiegen. Gegenüber dem ersten Quartal 2008 wurden mehr als doppelt so viele Förderanträge eingereicht. Dies geht aus einer bundesweiten Erhebung der Antragszahlen durch den Verband Austria Solar hervor.

"Eine Solaranlage ist wie ein Sparbuch mit steigenden Zinsen. Man investiert einmal und spart sich dank der kostenlosen Sonnenenergie bei steigenden Energiepreisen jedes Jahr ein wenig mehr", erklärt Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar, die positive Entwicklung trotz abschwächender Konjunktur.

Den stärksten Zuwachs in den Neuanträgen weist Niederösterreich mit 1.722 Solar-Förderanträgen auf. Dort wurden zwischen Juli und September 2008 fast dreimal so viele Anträge eingereicht wie im Quartal davor. In Oberösterreich (1.354) sind um 70 Prozent mehr Anträge eingelangt. In der Steiermark (1.257) waren es um 40 Prozent mehr. Der absolute Nachzügler ist Wien mit nur knapp 60 Förderanträgen pro Quartal.

"Die Entwicklung bei Solarwärmeanlagen zeigt, dass die ÖsterreicherInnen zunehmend den Wert solider Investitionen im eigenen Haus schätzen, statt das Ersparte in riskanten Geldgeschäften zu verlieren", folgert Hackstock. Rund 240.000 österreichische Haushalte nutzen die Sonne bereits für Warmwasser und Raumheizung und sparen sich dadurch Energiekosten in Höhe von rund 110 Millionen Euro pro Jahr. Der neue Solar-Boom hilft der österreichischen Konjunktur. Weil österreichische Firmen am europäischen Solarmarkt weit die Nase vorne haben, bleibt bei jeder neuen Solaranlage gut die Hälfte der Wertschöpfung im Land.

Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht die Erneuerbare Energie jetzt im Kommen. "Angesichts der Höhe der Finanzspritzen, die nun die Staatengemeinschaft in das klassische Finanzsystem pumpt, um es vor dem Zusammenbruch zu schützen, sind die Subventionen für erneuerbare Energien verschwindend gering", sagt Dr. Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin für Energie, Verkehr und Umwelt am DIW in Berlin. Auch die Banken haben laut Kemfert begriffen, dass "den Renditen solide und zukunftsfähige Geschäfte zugrunde liegen müssen und nicht intransparente Finanzgeschäfte wie die, die zur Krise geführt haben".

Link zu Bundesländerüberblick Förderanträge in Österreich:
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