Österreichweites "Lichtermeer" gegen wachsende Armut

Caritas-Aktion "Eine Million Sterne" am 13. November - Kerzensets sind zugunsten von Menschen in Not bei Hofer-Filialen erhältlich -Wiener Caritasdirektor Landau fordert "Konjunkturpaket für sozial Schwächste"

Wien, 12.11.08 (KAP) Mit einem landesweiten "Lichtermeer" will die Caritas am Donnerstag auf die wachsende Armut in Österreich hinweisen. Bei der Aktion "Eine Million Sterne" werden tausende Kerzen am Abend zahlreiche Plätze in ganz Österreich beleuchten. Zusammen sollen sie als Symbol für ein solidarisches Miteinander in Österreich brennen. Seit 6. November sind die "Sterne" in den Hofer-Filialen erhältlich. Von jedem verkauften Kerzenset gehen zwei Euro an Caritas-Projekte für Menschen in Not.

In Wien lädt die Caritas am 13. November auf den Stephansplatz ein, wo sie gemeinsam mit möglichst vielen Menschen ein starkes Zeichen gegen die Armut setzen möchte. Insgesamt sollen ab 17 Uhr auf dem Stephansplatz mehr als 3.500 Kerzen entzündet werden. Zeitgleich startet die Lichteraktion gegen die Armut auch auf anderen Plätzen im ganzen Land. Unter anderem werden Kerzen den Grazer Mariahilferplatz, den Domplatz in Klagenfurt sowie den Platz vor dem Schloss Esterhazy in Eisenstadt beleuchten.

Am Freitag, 14. November findet die Aktion "Eine Million Sterne" auch in der Stadt Salzburg statt. Pfadfindergruppen werden um 17 Uhr im Hof des Stiftes St. Peter eine eindrucksvolle Kerzenformation mit 5.000 Kerzen entzünden.

Landau: Konjunkturpaket für sozial Schwächste

Der Wiener Caritasdirektor Msgr. Michael Landau hat unterdessen seine Forderung nach einem Konjunkturpaket für die sozial Schwächsten erneuert. Die Teuerungen der vergangenen Monate bei den grundlegenden Gütern des täglichen Bedarfs hätten die Situation "massiv" verschärft. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten würden für immer mehr Menschen zu einem existenziellen Problem, so Landau.

Insgesamt leben nach seinen Angaben mehr als eine Million Österreicher an oder unter der Armutsgrenze, ein Viertel von ihnen sind Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren.

"Es braucht dringend ein drittes Konjunkturpaket. Nach jenem für die Banken und dem für den Mittelstand jetzt für die sozial Schwächsten", appellierte Landau in einer Aussendung an die zukünftige Bundesregierung. Eine ausreichende Existenzsicherung sei "Gebot der Stunde" und "eine Frage des politischen Wollens, nicht des Könnens", ist der Wiener Caritasdirektor überzeugt: "Ohne die Unterschiede zu verkennen: Mit nur einem Prozent der jetzt für die Banken als Schutzschirm in Rede stehenden Summe von 100 Milliarden Euro könnte ungeheuer viel für die Schwächsten erreicht werden". (ende) K200810203
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0001