Telekom Austria Group: 3Q 2008 Performance unterstreicht Ausblick für das operative Geschäft 2008 - TEIL 4

Wien (OTS) - Wien, 12. November 2008 - Die Telekom Austria Group (VSE: TKA, OTC US: TKAGY) verlautbarte heute die Ergebnisse für die ersten neun Monate 2008 und das 3. Quartal 2008 mit Ende 30. September 2008.

Sonstige Ereignisse
Rudolf Fischer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender des Segmentes Festnetz ist mit 31. August 2008 zurückgetreten. Er wird das Segment Festnetz für einen effizienten Übergang für ein weiteres Jahr unterstützen. Boris Nemsic, CEO der Telekom Austria Group übernahm die Agenden des Vorstandsvorsitzenden der Telekom Austria TA AG mit 1. September 2008.

Am 6. August 2008 hat die Gesellschaft ein Debüt-Schuldscheindarlehen über 300 Mio. EUR mit einer Laufzeit von vier Jahren begeben. Das Schuldscheindarlehen besteht aus einer fest verzinslichen Tranche in Höhe von 100 Mio. EUR mit einem Kupon von 6,08% p.a. sowie einer variabel verzinslichen Tranche in Höhe von 200 Mio. EUR mit einer Verzinsung für die ersten sechs Monate in Höhe von 6,20% p.a.

Risiken & Unsicherheiten
Die Telekom Austria Group ist mit diversen Risiken und Unsicherheiten konfrontiert, die sich auf das Ergebnis auswirken könnten. Diese Risiken inkludieren weitere Reduktionen der Preise für Mobilkommunikationsdienste in Österreich und die Beschleunigung der Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation, was zu einer weiteren Reduktion der Festnetzanschlüsse sowie einem Rückgang der Festnetzminuten führen könnte. Die Risiken sind jedoch nicht darauf zu beschränken.

Die Telekom Austria Group ist außerdem mit dem Risiko in Zusammenhang mit der geplanten Reduktion der Anzahl der MitarbeiterInnen im Segment Festnetz konfrontiert und unterliegt intensiver Regulierung.

Durch die Expansion in Ost- und Südosteuropa ist die Gruppe auch auf Märkten tätig, die politischen und wirtschaftlichen Änderungen unterliegen, die Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten von Unternehmen gehabt haben und weiterhin haben werden. Dies hat zur Folge, dass das wirtschaftliche Umfeld in Ost- und Südosteuropa zum Teil Unsicherheiten, einschließlich steuerlicher Unsicherheiten, mit sich bringt, die in anderen Märkten nicht bestehen.

Wichtige sonstige Ereignisse nach dem 30. September 2008
Die Gesellschaft hat beschlossen, den 34,47 %-Anteil an der Infotech Holding GmbH mittels einer Put-Option zu einem vereinbarten Ausübungspreis, der das gesamte Investment deckt, zu verkaufen. Die Put-Option ist im Februar 2009 ausübbar.

Am 10. November 2008 hat die Telekom Austria Group einen weiteren Schritt des laufenden Restrukturierungsprogramms im Segment Festnetz angekündigt. Die bekannt gegebenen Maßnahmen beinhalten Sozialpläne und die Freistellung für rund 1.250 Mitarbeiter im Segment Festnetz im Laufe des Jahres 2009, deren Dienstverhältnis vor allem aufgrund ihres Beamtenstatus nicht aufgelöst werden kann. Geltende IFRS Regeln verlangen eine nicht cashwirksame Rückstellung in Höhe des Nettobarwertes der geschätzten zukünftigen Personalkosten bis zur Pensionierung der freigestellten Mitarbeiter in der Höhe von rund 630 Mio. EUR. Die Rückstellung wird das berichtete Ergebnis im vierten Quartal 2008 beeinflussen. Die Rückstellung wird allerdings keine Auswirkung auf die operative Performance und den Cashflow der Telekom Austria Group haben und die zukünftigen Ergebnisse verbessern. Die geplante Rückstellung ist nicht Teil der Berechnung der Nettoverschuldung, wird aber ab dem Jahr 2009 zinstragend sein.

Die Telekom Austria Group wird jenen Mitarbeitern, die nicht länger im Segment Festnetz beschäftigt werden können, einen Sozialplan anbieten. Im Rahmen dieses Sozialplans erwartet die Telekom Austria Group, dass insgesamt rund 400 Mitarbeiter - davon 250 Mitarbeiter bereits mit Ende 2009 - das Unternehmen freiwillig in den nächsten Jahren verlassen werden. Die geschätzten Gesamtkosten für diesen Sozialplan von rund 60 Mio. EUR sind Teil der oben erwähnten nicht cashwirksamen Rückstellung für freigestellte Mitarbeiter in der Höhe von 630 Mio. EUR und werden im Jahresabschluss 2008 berücksichtigt. Aufgrund der angekündigten Maßnahmen wird vor allem infolge geringerer Personalkosten sowie personenbezogener operativer Aufwendungen wie Gehaltszulagen, Überstunden, Reise- und Schulungskosten eine Verbesserung des EBITDA im Jahr 2009 von rund 35 Mio. EUR erwartet, wovon 10 Mio. EUR cashwirksam sind.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2008
Die Telekom Austria Group bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr 2008 für das operative Geschäft, der bei der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse 2008 verkündet worden ist. Der Restrukturierungsplan hat zwar Auswirkung auf die berichteten Ergebnisse, nicht jedoch auf das operative Geschäft. Die Telekom Austria Group erwartet sich 2008 weiterhin einen Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um rund 5%. Das EBITDA ohne Berücksichtigung der geplanten nicht cashwirksamen Rückstellung für das Restrukturierungsprogramm wird sich aufgrund des Wachstums der internationalen Tochtergesellschaften, die den niedrigeren Beitrag des Festnetzes überkompensieren werden, voraussichtlich um etwa 3% erhöhen. Das Betriebsergebnis vor Auswirkung des Restrukturierungsprogramms wird voraussichtlich stabil bleiben.

Im Jahr 2007 führte vor allem der Erwerb der Velcom in Weißrussland zu einem Anstieg der Nettoverschuldung, was zu einem höheren Zinsaufwand und einem Rückgang des Jahresüberschusses im Jahr 2008 vor Berücksichtigung der geplanten nicht cashwirksamen Rückstellung für das Restrukturierungsprogramm um etwa 12% führen wird. Es wird weiterhin erwartet, dass der operative Free-Cashflow der Telekom Austria Group um rund 10 % steigen wird. Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen nicht cashwirksamen Rückstellung für das Restrukturierungsprogramm und deren buchhalterischen Abbildung erwartet die Telekom Austria Group einen Rückgang des EBITDA um rund 30% und ein geringeres Betriebsergebnis von rund 85%. Die oben beschriebenen Restrukturierungsmaßnahmen werden zwar den Steueraufwand reduzieren, aber zu einem geringen Nettoverlust führen.

Die geplante oben beschriebene Rückstellung wird das berichtete Ergebnis für das Gesamtgeschäftsjahr 2008 beeinflussen, ohne jedoch Auswirkung auf den Cashflow der Telekom Austria Group zu haben. Deshalb bestätigte der Vorstand die Absicht für das Geschäftsjahr 2008 nach vorheriger Zustimmung der Hauptversammlung im Jahr 2009 eine Dividende von zumindest 0,75 EUR je berechtigte Aktie auszuzahlen. Darüber hinaus werden die oben erläuterten buchhalterischen Maßnahmen weder die Höhe der Nettoverschuldung des Unternehmens noch den Zeitpunkt des Aktienrückkaufprogramms der Telekom Austria Group beeinflussen.

Ausblick 2008

Erwartetes berichtetes Ergebnis inklusive Restrukturierungs-programm Telekom Austria Group Umsatzerlöse 5% EBITDA -30% Betriebsergebnis -85% Jahresüberschuss Geringer Nettoverlust Anlagenzugänge -5% Festnetz Umsatzerlöse -3% EBITDA Leicht negatives EBITDA Mobilkommunikation Umsatzerlöse 10% EBITDA 10%

Erwartete operative Performance mit 10. November 2008 bestätigt Telekom Austria Group Umsatzerlöse 5% EBITDA 3% Betriebsergebnis Stabil Jahresüberschuss -12% Anlagenzugänge -5% Festnetz Umsatzerlöse -3% EBITDA -12% Mobilkommunikation Umsatzerlöse 10% EBITDA 10%

Erwartete operative Performance veröffentlicht am 27. Februar 08 und bestätigt am 14. Mai 08 und 20. August 08 Telekom Austria Group Umsatzerlöse 5% EBITDA 3% Betriebsergebnis Stabil Jahresüberschuss -12% Anlagenzugänge -5% Festnetz Umsatzerlöse -3% EBITDA -12% Mobilkommunikation Umsatzerlöse 10% EBITDA 10%

Weitere Informationen
Eine detailliertere Darstellung des Finanzergebnisses für die ersten neun Monate 2008 finden Sie im entsprechenden Bericht auf der Telekom Austria Group Website unter: www.telekomaustria.com/zwischenberichte

Zukunftsbezogene Aussagen: Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise Ausdrücke wie "glaubt", "ist der Absicht", "nimmt an", "plant", "erwartet" und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse können aufgrund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf hinweisen, dass aufgrund einer Reihe von wichtigen Faktoren das tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen kann.

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