90 Jahre Frauenwahlrecht: Wählen dürfen, bedeutet nicht Gleichberechtigung

Petrovic: Politik muss Gleichstellung vorleben

St. Pölten (OTS) - Am 12. November 1918 wird im Staatsrat das "allgemeine, gleiche, direkte und geheime Stimmrecht ohne Unterschied des Geschlechtes" durchgesetzt. Am 18. Dezember 1918 wird die genaue Wahlordnung beschlossen. Das Wahlalter wird auf 20 Jahre und das passive Wahlrecht mit 29 Jahren für Frauen und Männer festgelegt. Am 16. Februar 1919 wählen Frauen zum ersten Mal.
"Formal passierte also die Gleichstellung der Frau vor 90 Jahren. Inhaltlich ist die Gleichberechtigung im Europavergleich noch immer schlecht. Wählen dürfen ist das eine, vollständige Teilhabe in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft das andere",weiß Madeleine Petrovic, Klubobfrau der Grünen Niederösterreich.
Sie setzt außerdem nach: "In der Wirtschaft hat man bereits erkannt, dass man ohne Frauen nicht auskommt. Versprechen der SPÖ und ÖVP, aus eigenen Stücken reale Gleichstellung in der politischen Landschaft herzustellen, wurden allerdings allesamt gebrochen. Es ist höchste Zeit, dass Gleichberechtigung in der Politik, am Arbeitsmarkt, bei Gehältern, aber auch im Sozialsystem Realität wird. Solange aber Männer die Manager in diesen Bereichen sind, wird das vermutlich noch lange ein Wunschtraum bleiben", mutmaßt Petrovic abschließend.

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