Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Die Krise und ihre "Chancen" (von Claudia Grabner)

Ausgabe 12. November 2008

Klagenfurt (OTS) - Krise. Ein Wort macht Schule. Und macht
stutzig. Weil offensichtlich in ist, wer drin ist - in der Krise. Ein grauslicher Verdacht. Und doch wahr. Da plärren plötzlich Unternehmen auf, die vor Monaten noch mit Rekordprognosen in den Herbst gegangen sind. Da stöhnen Konzerne, die zeitgleich Rekordbilanzen präsentieren. Da wälzt die Post ein Kahlschlagkonzept, um auf der Katastrophenwelle mitzuschwimmen. Warum? Timing ist alles. Und der Krise sei Dank.

Dass die Post-Liberalisierung EU-weit 2011 finalisiert sein muss, wurde nicht gestern beschlossen. Seit Jahren schon ist Österreich vor der Pflicht abgetaucht, sich wettbewerbsfit zu machen. Wo sind sie -die Rahmenbedingungen, die der Post nach dem Hereinströmen vifer Mitbewerber das Überleben sichern sollten? Politik, ÖIAG, Post -kläglich versagt. Macht aber offensichtlich eh nichts, weil man im Zuge der Krise alle und alles über Bord werfen kann. Auch wenn der SPÖ-Chef jetzt die Notbremse zieht: Gerettet ist damit nichts. Nur die Zeit verlängert, die Politik, ÖIAG, Post bleibt, um endlich aufzutauchen ...

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