Telekom-Betriebsrat: Zahlenspiele des Vorstands machen Fehlentscheidungen nicht besser

Kolek: Vorstand verantwortlich für Verunsicherung tausende Mitarbeiter knapp vor Weihnachten, während Dividende fließt

Wien (OTS) - Im Streit um massive Einschnitte bei der Telekom Austria warnt der Betriebsrat vor den Zahlenspielen des Vorstands. "Dass der Vorstand das Festnetz systematisch krankjammert, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass er es ist, der mit den Kahlschlag-Plänen kurz vor Weihnachten die Existenz tausender Mitarbeiter und deren Familien in Frage stellt und langfristig die Telefon-Versorgung aufs Spiel setzt", stellte der Vorsitzende des Zentralausschusses in der Telekom Austria TA AG, Michael Kolek, am Dienstagabend klar.

"Wer auch nächstes Jahr noch hunderte Millionen Euro Dividende auszahlt und damit den Aktienkurs heute um 9 Prozent in die Höhe treibt, wird vielleicht kurzfristig Jubel bei den Finanzjongleuren ernten. In der realen Welt wird er mit Krisenmärchen dann aber auf wenig Akzeptanz stoßen", so Kolek: "Das Festnetz wird 2008 einen operativen Gewinn von 620 Mio. Euro schreiben. Mit massiven Jobkürzungen leistet der Vorstand in dieser Situation nur den Spekulanten vorauseilenden Gehorsam. Wir dagegen werden den Vorstand nur dann unterstützen, wenn er neue Werte schafft, Arbeitsplätze sichert und die Telefon-Versorgung auch in Zukunft ermöglicht."

Der Betriebsrat hält den geplanten Kahlschlag im Festnetz-Personal für "Steinzeit-Management", ebenso wie die Androhung, Mitarbeiter bei teilweiser Fortzahlung des Gehalts nach Hause oder in eine Beamtenagentur zu schicken. "Wir von der Telekom-Belegschaft werden deshalb alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen ausschöpfen, um derartige Hasardspiele in der Konjunkturkrise zu verhindern", bekräftigte Kolek.

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Zentralausschuss der Telekom Austria TA AG

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