Wehsely: Über 9.000 BesucherInnen am 7. Wiener Osteoporosetag

Aufklärung über Vorbeugung, Früherkennung und Therapiemöglichkeiten

Wien (OTS) - Der 7. Wiener Osteoporosetag war ein großer Erfolg.
Er bot tausenden Betroffenen und Interessierten ein breites Informationsspektrum von den Ursachen der Krankheit über die Vorbeugung und Früherkennung bis hin zu Behandlungsmöglichkeiten. Zahlreiche Fachvorträge und Diskussionen mit FachärztInnen sowie Schnupperseminare zu verschiedenen Themen wie Bewegung und Ernährung standen auf dem Programm. Weiters konnten die BesucherInnen das eigene Osteoporose-Risiko testen und sich auch persönlich von den SpezialistInnen beraten lassen. "Wien bietet ein breites Spektrum von Gesundheitsleistungen. Über 9.000 BesucherInnen haben die Möglichkeiten des 7. Osteoporosetags im Wiener Rathaus genützt", erklärte Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely.****

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind weltweit jede dritte Frau und jeder achte Mann über 50 gefährdet, einen osteoporosebedingten Knochenbruch zu erleiden. Etwa 700.000 Menschen in Österreich leiden bereits an Knochenschwund oder haben ein hohes Osteoporoserisiko. In Wien sind rund 64.000 Wienerinnen und 18.000 Wiener betroffen. Allein im Jahr 2007 waren in den Spitälern der Stadt Wien 2.000 Fälle von Oberschenkelfrakturen zu verzeichnen. Nur rund 50 Prozent der Betroffenen sind nach einem Schenkelhalsbruch aber wieder voll mobil. Dauerschmerzen und verminderte Lebensqualität sind die Folge.

"Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass sich lediglich etwa 30 Prozent der Frauen zwischen 50 und 60 Jahren einer Knochendichtemessung unterziehen, bei der auf schmerzlose Art und Weise der Zustand des Knochenmaterials überprüft werden kann", so Wehsely. Meist wissen die Betroffenen nicht, dass sie an Osteoporose leiden, bis sie sich einen Knochenbruch zuziehen.

Die Spitäler der Stadt Wien und Osteoporose-Einrichtungen in den einzelnen Bezirken bieten Betroffenen eine gute Versorgungsstruktur. Im Allgemeinen Krankenhaus, im Kaiser-Franz-Josef-Spital, im Krankenhaus Hietzing, im Kaiserin-Elisabeth-Spital, im Wilhelminenspital, im Donauspital sowie in der Rudolfstiftung kann man sich zu einer Osteodensitometrie anmelden, um die Knochendichte messen zu lassen. Die Knochendichtemessung stellt einen wichtigen Pfeiler in der Diagnostik dar. Sie ermöglicht es ÄrztInnen, während einer Therapie den Verlauf zu kontrollieren. Bei rechtzeitiger Diagnose genügen vorbeugende Methoden. Eine Vorbereitung auf die Untersuchung ist nicht notwendig. Es genügt die Zuweisung von niedergelassenen ÄrztInnen.

Risikofaktoren

Knochenschwund ist keine Alterserscheinung und kann bereits in der Kindheit beginnen. Auch Bettlägerige, die nicht mehr an die Sonne kommen und daher auch kein Vitamin D mehr bilden können, sind gefährdet. Zu den Risikopersonen gehören all jene, die erblich vorbelastet sind, die rauchen, sich falsch ernähren, zu viel Alkohol konsumieren, ein zu niedriges Körpergewicht haben oder zu wenig an der Sonne sind.

Bewegung stärkt den Knochen

Regelmäßige körperliche Bewegung und ausgewogene Ernährung bilden die Basis zur Osteoporosevorbeugung. Zusätzlich werden individuell maßgeschneiderte medikamentöse Therapien angeboten, je nach Akzeptanz und Therapietreue der Patientin bzw. des Patienten. Richtige körperliche Bewegung dient sowohl zur Vorbeugung als auch zur Unterstützung der Osteoporosetherapie. Wichtig ist, die Muskulatur durch kräftigende Übungen richtig zu beanspruchen, um die Knochenmasse weiter aufzubauen. Dadurch können Beschwerden gelindert und chronische Schmerzen sogar vermieden werden. Vor allem aber werden Bewegungsdefizite ausgeglichen und die Gefahr eines weiteren Sturzes sinkt erheblich.

Bewegungstherapie

Regelmäßiger Sport verbessert die Knochendichte. Das ist in zahlreichen Untersuchungen belegt. In der Jugend führen besonders die sogenannten "High-Impact-Sportarten" wie Judo, Tennis, Squash oder Step-Aerobic zu überdurchschnittlichen Knochenzuwachsraten. Günstige Sportarten bei bestehender Osteoporose sind regelmäßiges Spazierengehen, zwei Mal pro Woche eine halbe Stunde lang, sowie Nordic Walking und Radfahren. Auch Rückenschwimmen und Wassergymnastik fördern den Knochenaufbau. Diese Therapie kommt besonders bei PatientInnen mit sehr geschwächtem Knochengerüst zum Einsatz, da im Wasser durch den Auftrieb der Belastungsdruck auf Stütz- und Halteapparat nachlässt und sich PatientInnen ungehindert bewegen können. Weiters werden mit krankengymnastischen Übungen Muskelverspannungen durch Fehlbelastung gelindert. (Schluss) baj

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