GPA-djp-Katzian zu Handelsverband: Finanzkrise nicht als Vorwand für Einkommensdumping verwenden

Einmalzahlungen kein Ersatz für nachhaltige Erhöhungen

Wien (GPA-djp/ÖGB) - "Die Grundlage für unsere Gehaltspolitik sind die auf dem Tisch liegenden wirtschaftlichen Eckdaten einer Branche und die sind insbesondere im Handel sehr gut. Gerade die unteren Gehaltsgruppen im Handel benötigen dringend eine nachhaltige reale Erhöhung ihrer Gehälter. Eine Einmalzahlung kann dafür kein Ersatz sein" wendet sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian gegen den Vorschlag des Geschäftsführers des Österreichischen Handelsverbandes, Stefan Mumelter.++++

"Offenbar wollen manche Exponenten in der Wirtschaft die Finanzkrise als willkommenen Vorwand verwenden, um ihre Vorstellungen von Einkommensdumping umzusetzen. Die Beschäftigten im Handel haben es verdient, am guten Erfolg der Branche im vergangenen Jahr durch eine nachhaltige Gehaltserhöhung zu partizipieren. Zudem sind sie eine Beschäftigtengruppe, deren zusätzliches Einkommen einen ganz wichtigen Impuls für die Stärkung der Inlandsnachfrage darstellt", so Katzian.

"Im Übrigen steht es jedem Handelsunternehmen frei, bei wirtschaftlichem Erfolg, ihren Beschäftigten innerbetrieblich eine erfolgsabhängige zusätzliche Zahlung zu gewähren. Unternehmen, die laut eigenen Angaben außerordentlich gut verdient haben, wie etwa IKEA, könnten auch eine nachhaltig höhere Gehaltssteigerung anbieten und die Beschäftigten würden so am Unternehmenserfolg partizipieren. Dagegen haben wir sicher nichts einzuwenden", so der GPA-djp-Vorsitzende abschließend.

ÖGB, 11. November 2008 Nr. 652

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