ARA bekräftigt Forderung:

"Wettbewerb muss fair bleiben"

Wien (OTS) - In der Diskussion um Maßnahmen zur Forcierung des Wettbewerbs im Haushaltssegment der Verpackungssammlung hält ARA Vorstand Ing. Werner Knausz fest: "Wir anerkennen einen Wettbewerb, der Vorteile für die Umwelt, die BürgerInnen und die Wirtschaft bringt. Er muss aber in einem so empfindlichen, weil bürgernahen Bereich wie Verpackungssammlung stets fair sein. Damit ist es erforderlich, dass hierfür eindeutig definierte Rahmenbedingungen bestehen, die der Gesetzgeber vorgibt, die aber auch von allen Marktteilnehmern eingehalten werden müssen."

Ansuchen um Bescheidverlängerung der EVA vorerst abgelehnt
Die Entscheidung des Umweltministeriums, der im Gewerbebereich tätigen EVA eine Verlängerung ihres Gewerbebescheids zu verwehren, führt wiederum deutlich die Notwendigkeit von eindeutig festgeschriebenen Regelungen aber auch von straffen Kontrollen vor Augen. Die Aufsichtsbehörde ist offensichtlich der Meinung, dass hier durch das Tochterunternehmen des deutschen Entsorgungs- und Rohstoffhandelskonzerns Interseroh die vorgegebenen Regeln nicht im erforderlichen Ausmaß eingehalten wurden.

Knausz: "Gerade in dem Bereich der gewerblichen Verpackungsentpflichtung hat man geglaubt, dass fairer Wettbewerb seit zehn Jahren gewährleistet ist. Wenn sich nun die verwehrte Bescheidverlängerung als rechtmäßig herausstellen sollte, wäre möglicherweise über längere Zeit hinweg großer Schaden für uns und unsere Lizenzpartner entstanden."

Derartige Vorgänge im relativ übersichtlichen Bereich der gewerblichen Verpackungen zeigen schonungslos auf, wie wichtig strenge Zulassungsbestimmungen und laufende, genaue Kontrollen von Systemen hinsichtlich der Abwicklung auch im komplexen Haushaltsbereich sein werden. Gerade im sensiblen Entsorgungsbereich sind ein gutes Image und eine lückenlose Befolgung der gesetzlichen Bestimmungen die Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaften.

Spielregeln einhalten

Knausz dazu: "Selbstverständlich wären wir befremdet, falls einer unserer Mitbewerber die Spielregeln nicht eingehalten hätte. Das lässt uns mit Sorge in die Zukunft blicken, wenn international tätige Großkonzerne auch im sensiblen Haushaltsbereich um jeden Preis Fuß fassen wollen. Ein Rosinen-Picken einiger auf Kosten der Mehrheit darf es nicht geben! Hier ist der Gesetzgeber gefordert, die Rahmenbedingungen derart zu gestalten, dass die österreichischen Errungenschaften im Bereich der getrennten Sammlung nicht - wie etwa in Deutschland - gefährdet werden."

Das österreichische Non-Profit-System ARA hat es in den letzten 15 Jahren geschafft, die Lizenztarife zu halbieren. Der ARA gelingt es so, ihre Leistungen um bis zu 50% günstiger, als etwa in Deutschland üblich, anzubieten. Die Sammel- und Verwertungsmengen erreichen mithilfe einer mustergültigen Trennmoral der Bürgerinnen und Bürger nicht nur jegliche gesetzliche Vorschriften, sondern sind ein europaweites Vorbild.

Rückfragen & Kontakt:

Christian Mayer
Altstoff Recycling Austria AG
Leiter der Kommunikation
Tel.: 01/599 97-301
E-Mail: mayer@ara.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ALT0001